So findest du den richtigen Preis für ein Sponsorship

Ein kurzer Hinweis, wie Creator Sponsorship-Preise mit Produktionskosten, Reichweite und Steuern realistischer einschätzen.

Den richtigen Preis für dein Sponsorship finden

Viele Creator machen den Fehler, bei Sponsoring-Anfragen einen Betrag zu nennen, der auf den ersten Blick attraktiv wirkt, aber am Ende kaum Gewinn abwirft. Wer lediglich eine Pauschalsumme im Kopf hat, ohne die dahinterliegenden Kosten und Werte zu analysieren, verkauft sich oft unter Wert.

Um eine faire und nachhaltige Preisgestaltung für deine Inhalte zu finden, solltest du bei Kooperationen mit Firmen drei zentrale Faktoren berücksichtigen: die Produktionskosten, den Reichweitenwert und die steuerliche Komponente.

Die Produktionskosten kalkulieren

Ein professionelles Video oder ein integrierter Werbeblock entsteht nicht per Knopfdruck. Viele Creator unterschätzen den tatsächlichen Zeitaufwand, der in eine Kooperation fließt. Bevor du einen Preis nennst, solltest du folgende Punkte einplanen:

  • Vorbereitung: Zeit für die Recherche, das Schreiben des Skripts und die Abstimmung mit dem Partner.
  • Produktion: Der eigentliche Dreh sowie der Aufwand für Licht, Ton und Kamera.
  • Postproduktion: Der Schnitt, das Color Grading und das Sounddesign.

Wenn du diese Stunden nicht in deine Kalkulation einbeziehst, arbeitest du effektiv unter deinem Wert, da die reine “Werbegebühr” oft durch den Arbeitsaufwand aufgefressen wird.

Den Reichweitenwert bestimmen

Firmen bezahlen bei einem Sponsorship nicht nur für dein handwerkliches Geschick, sondern primär für den Zugang zu deiner Zielgruppe. Dein Reichweitenwert ist daher ein entscheidender Hebel in der Preisverhandlung.

Hierbei geht es darum, welchen Marktwert die Aufmerksamkeit deiner Community hat. Je loyaler und spezifischer deine Zuschauer sind, desto wertvoller ist diese Platzierung für einen Sponsor. Überlege dir genau, wie viele Impressionen die Marke durch dein Video realistisch erwarten kann und setze diesen Wert in Relation zu deinem Preis.

Steuern und Abrechnung einplanen

Ein oft vernachlässigter Punkt ist die steuerliche Seite der Sache. Ein häufiger Fehler ist es, den ausgezahlten Betrag als reinen Gewinn zu betrachten. In der Realität musst du jedoch bedenken:

  • Einkommensteuer: Ein Teil deiner Einnahmen muss an das Finanzamt abgeführt werden.
  • Umsatzsteuer: Je nachdem, ob du die Kleinunternehmerregelung nutzt oder umsatzsteuerpflichtig bist, muss dies im Angebot klar kommuniziert und eingepreist werden.

Wenn du diese Kosten nicht im Vorfeld in deinen Preis integrierst, zahlst du am Ende faktisch einen Teil deiner Zeit und Reichweite aus eigener Tasche an den Sponsor. Behalte diese drei Säulen immer im Hinterkopf, um professionell aufzutreten und eine faire Vergütung für deine Arbeit als Creator zu erhalten.

Originaltranskript

Transkript

Verkaufe dich als Creator nicht unter Wert. Behalte bei Kooperationen mit Firmen immer Produktionskosten, Reichweitenwert und Steuern im Hinterkopf.

Quellen

Unsicher bei der Preisfindung für deine Sponsorships? Berücksichtige Produktionskosten, Reichweite und Steuern, um realistische Preise zu setzen. Mehr Tipps und Unterstützung findest du auf unserer Creator Support und Beratung, oder kontaktiere unten unseren Experten.

Martin Koytek

Geschrieben von

Martin Koytek

Managing Director

Produzent der kw.media YouTube-Tutorials und Ansprechpartner für YouTube-Beratung, Kurse und Creator-Support.

  • YouTube Certified
  • Google Ads Partner
  • YouTube Product Expert