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Sei ein YouTuber, kein NewTuber. Mach guten Content.

Moin! Einen YouTube Kanal zu betreiben ist harte Arbeit. Es gibt eine Menge Dinge die man bedenken muss, diese reichen von Thumbnails (Vorschaubildern) und SEO (Suchmaschinenoptimierung) bis hin zur Monetarisierung und Branding. Und auch wenn all diese Dinge an sich wichtig sind, ist es einfach das Wichtigste zu vergessen:
Guten Content machen.

Dein Content ist das Video. Die Dinge die du sagst, die Dinge du zeigst, die Geschichte, die Struktur. Und es ist der Content der Leute zum Lachen bringt, zum Denken anregt, der sie begeistert oder ihnen etwas beibringt. Dein Content ist grundsätzlich das Wichtigste an deinem Kanal, denn ohne ihn werden keine deiner anderen Strategien funktionieren. Zum Beispiel ist ein gutes Thumbnail und ein guter Titel ohne guten Content einfach nur Clickbait. Was die SEO angeht, naja, da ist die wichtigste Metrik die Zufriedenheit der Zuschauer, gefolgt von der Wiedergabezeit. All deine Keyword Recherche bringt dir überhaupt nichts, wenn sie nicht von gutem Content gestützt wird.

Also, wie machst du guten Content? Naja, alles fängt mit einer Idee an.

Eine gute Idee

Ideen sind schwer zu finden, gute Ideen noch schwerer. Gute Ideen zu bekommen besteht aus zwei Teilen:
Erst muss man Ideen für ein Video bekommen, dann pickt man sich die Guten raus.

Um Ideen zu bekommen, kannst du so gut wie jede “getting creative” Strategie benutzen. Über besagte Strategien werde ich hier nicht zu sehr ins Detail gehen (“Wie werde ich kreativ” googlen sollte dir reichlich Tutorials bringen), aber es gibt eine die ich gerne verwende: Gelangweilt sein.

Um genau zu sein, eine bestimmte Art von gelangweilt sein, in der ich keine Unterhaltungsmedien konsumiere (Social Media, Videos,…), sondern mit mir und meiner Umgebung alleine bin. Gerade deshalb neige ich dazu direkt vor dem Schlafen gehen sehr kreativ zu sein, oder in diesen wundervollen Momenten, wenn ich vor meinem Wecker aufwache und einfach warte, dass er anfängt zu klingeln.

Wenn du gute Ideen bekommst, denk daran sie aufzuschreiben, gerade wenn du kurz vorm Einschlafen oder gerade aufgewacht bist. Ansonsten wirst du sie vergessen.

Wenn du einmal eine Auswahl von Ideen beisammen hast, dann such dir einfach die Beste aus um dein nächstes Video darüber zu erstellen. Ich sage hier “einfach”, aber du kannst vieles berücksichtigen:

  • Einzigartig sein. Hast du eine Idee, die noch keiner vorher gemacht hat, ist es besser diese zu wählen anstatt eine Idee die schon tausende Male benutzt wurde. Zum Beispiel wäre ein Travel Guide zu fiktiven Orten (z. B. aus Spielen) wahrscheinlich besser als ein weiteres Minecraft Let’s Play.
  • Detail. Manche Ideen klingen am Anfang fantastisch, aber bei genauerem Hinsehen merkt man dann, dass sie doch nicht funktionieren und einfach nicht so gut sind wie zunächst gedacht. Je detaillierter deine Idee ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass du bereits Ideen-Killer entdeckt hättest, sprich es könnte also bis zur Umsetzung eine gute Idee bleiben.
  • Awesome-zu-Aufwand Verhältnis. Beim Sortieren deiner Ideen wirst du merken, dass du entweder schnelle und einfachere Ideen, oder viel bessere aber zeitintensivere Ideen hast. Denk bei deiner Entscheidung daran, das eine Idee die 3x mehr Zeit zur Verwirklichung in Anspruch nimmt, auch 3x so gut sein wird wie die schnelle Idee.

Es gibt mehrere Faktoren, die du bedenken musst (sowas wie: passt deine Idee zu deiner Zielgruppe?), aber das ist in einem späteren Werdegang als Creator sinnvoller. Gerade wenn du noch ganz am Anfang deiner kreativen Reise stehst, brauchst du dir darüber noch keine Gedanken zu machen und kannst dich stattdessen auf das Erkunden konzentrieren.

Selbstkritisch sein

Wenn du dann eine gute Idee hast, musst du sie auch umsetzen. Wie man sie dann umsetzt, ist dein Job – da sich das je nach Genre und Creator unterscheidet, gibt es nur sehr wenig zu sagen, was alle zufriedenstellen würde.
Das Wichtigste ist im Endeffekt aber, dass du die Idee auch umsetzt und ein Video machst.

Wenn du gute Arbeit leistest, deine Idee umzusetzen, wirst du auch ein sehr gutes Video als Ergebnis haben.
Aber es kann passieren – gerade wenn du noch ein Frischling bist – dass die Umsetzung eher so “naja” wird.
Aber unter drei Voraussetzungen ist das ok:

  1. Du musst einsehen, dass dein Content nicht perfekt ist. Das ist wichtig damit du dich verbessern kannst.
  2. Du musst wissen was nicht funktioniert hat.
  3. Du musst einen Weg finden genau das in deinem nächsten Video besser zu machen.

Der erste Punkt sollte sich von selbst erklären, aber die anderen beiden können knifflig sein.

Herausfinden, was nicht geklappt hat

YouTubes Erklärung für den Zuschauerbindungsgraph

Einen Weg das zu tun ist der Zuschauerbindungsgraph (englisch: viewer retention graph) in den YouTube Analytics. Es ist eine brutal ehrliche Art von Feedback davon wie dein Content wahrgenommen wurde. Rechts und im Studio selbst siehst du eine schnelle Erklärung wie man den Zuschauerbindungsgraphen liest.

Im Großen und Ganzen erzählt dir der Graph mehrere Dinge. Am wichtigsten aber: wenn der Graph am Anfang schnell nach unten fällt, passt dein Content nicht zu den Erwartungen der Zuschauer.

Im besten Fall bedeutet das einfach dass der Titel deines Videos zu reißerisch was. Das kann auf dem einfachen Weg behoben werden (Update einfach den Titel), oder auf dem schweren Weg (mach das Video neu um den Content zu liefern, der deinen Versprechen entspricht).

Im schlimmsten Fall bedeutet es, dass dein ganzes Video einfach nicht funktioniert hat. Das bedeutet, dass entweder die Idee, die Umsetzung oder beides nicht gut genug für den Zuschauer waren, sodass er sich umorientiert und für ein anderes Video entschieden hat. In dem Fall kannst du das Video nicht mehr retten, aber du kannst davon lernen.

Wenn du das Problem direkt erkennst, fantastisch! Wenn das nicht der Fall ist, versuche an die individuellen Aspekte deines Videos zu denken: Passt das Timing? Ist irgendwas merkbar unangenehm in dem Video? Reicht die Idee für ein Video in dieser Länge? Und so weiter.

Genereller Gedanke, wenn du nicht siehst was du falsch machst, brauchst du vielleicht mehr Wissen darüber wie man ein gutes Video konstruiert. Dieses Wissen kannst du dir aneignen indem du dir andere Videos anschaust und sie durchanalysierst, oder du kannst mit uns zusammenarbeiten, damit wir das für dich übernehmen und dir alles was wir darüber wissen beibringen. So kannst du schneller dazu übergehen wieder Videos zu machen.

Rette, was nicht funktioniert hat

Nachdem du herausgefunden hast was schief gelaufen ist, ist es nun an der Zeit sicherzustellen, dass sich diese Fehler nicht wiederholen. 

Manchmal passiert das automatisch, da ein und dasselbe Missgeschick wahrscheinlich nicht zweimal vorkommt, oder du das, was dir den Ärger gebracht hat, einfach nicht nochmal nutzt.

In anderen Fällen liegt es an dir sicherzustellen, dass sich das gleiche Problem nicht nochmal wiederholt. Zum Beispiel:

  • Wenn dein Problem an der Struktur liegt, kann ein Skript helfen.
  • Ist deine Audioqualität sehr schlecht kannst du das mit diesem “Audio Guide zum glücklich werden, oder: Wie du es schaffst dass deine Streams und Videos gut klingen fixen” [LINK ausstehend]. Im Allgemeinen wird ein Zuschauer, der deine Videos in 360p mit 5€ Kopfhörern auf seinem Handy schaut, nicht mitbekommen, ob dein Equipment 50€ oder 50.000€ kostet.
  • Ist es die Art wie du rüberkommt solltest du vielleicht üben wie du dich ausdrückst und wie deine Körpersprache dabei aussieht.
  • Wenn dein Problem ist, dass deine Videos zu langatmig wirken, könnte es helfen sie etwas zu kürzen. Hast du eine Idee die vielleicht nur für ein paar Sekunden reicht, ziehe in Betracht daraus ein #shorts Video zu machen.

Fazit

Wenn du bis hierhin gelesen hast, weißt du wie man Ideen findet, sortiert und wie man selbstkritisch seinen Content verbessert. Vielleicht erwischst du dich in Zukunft selbst dabei wie du in das “mache jedes Video besser als das letzte” Mindset abrutscht. Das wird dir dabei helfen deinen Content auf ein neues Niveau zu heben. Sollte dieser Perfektionismus aber deine Videoproduktion stören, solltest du vielleicht die sanftere Variante “hebe die durchschnittliche Qualität deiner letzten 5 Videos” wählen.

Außerdem: Das ist noch nicht alles. Dieser Post hat sich auf die Dinge fokussiert die du selbst verbessern kannst. Aber da sind beinahe endlose Möglichkeiten im Bereich der Marktanalyse und Marketing, die du in Betracht ziehen kannst. Diese werden wir in späteren Posts besprechen, also stell sicher das du uns auf Twitter folgst um darüber auf dem laufenden zu bleiben.

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