Erweiterte Einkaufsmöglichkeiten auf YouTube: Neue Funktionen für Creator

Entdecke die neuesten Updates bei YouTube Shopping: Shopping Collections, ein Affiliate Hub und mehr Plattformintegrationen.

Mehr Monetarisierung durch E-Commerce: Die neuesten YouTube Shopping Updates

YouTube weitet die Möglichkeiten für Creator aus, Produkte direkt über ihre Videos und Kanäle zu vermarkten. Mit einer Reihe von Updates im Bereich YouTube Shopping möchte die Plattform den Weg vom Content zum Kauf verkürzen und neue Einnahmequellen erschließen. Besonders im Fokus stehen dabei eine bessere Organisation von Produkten, neue Affiliate-Möglichkeiten und eine erweiterte Auswahl an Store-Integrationen.

Gezielte Produktpräsentation mit Shopping Collections

Eine der zentralen Neuerungen sind die sogenannten Shopping Collections. Dabei handelt es sich um kuratierte Zusammenstellungen von Produkten. Das Besondere daran ist die Flexibilität: Du kannst sowohl Artikel aus deinem eigenen, verknüpften Store hinzufügen als auch Produkte von anderen Stores integrieren.

Wo werden die Collections angezeigt?

Damit deine Zuschauer diese Empfehlungen auch finden, kommen sie im sogenannten Shopping-Shelf zum Einsatz. Dieses Regal für Produkte wird an zwei strategischen Stellen platziert:

  1. Direkt unter dem Video.
  2. Als eigener Tab auf deinem Kanal.

Für dich als Creator bedeutet das eine deutlich bessere Strukturierung deiner Produktempfehlungen. Anstatt einzelne Links in der Videobeschreibung zu verstecken, kannst du nun thematische Sets erstellen und diese prominent präsentieren.

Der Affiliate Hub: Neue Chancen für US-Creator

Ein langjähriger Kritikpunkt vieler Creator war die Tatsache, dass das Taggen von Produkten in Videos oder Livestreams nicht automatisch eine Umsatzbeteiligung bedeutete. Hier setzt YouTube mit dem neuen Affiliate Hub an, der aktuell jedoch zunächst für Creator in den USA verfügbar ist.

Funktionsweise und Vorteile

Der Affiliate Hub führt ein klassisches Provisionsmodell ein: Wenn Zuschauer über deine Verlinkungen Produkte kaufen, erhältst du eine prozentuale Beteiligung am Umsatz. Damit wird das Produkt-Tagging zu einem echten Monetarisierungswerkzeug.

Neben der finanziellen Vergütung bietet das System weitere Vorteile:

  • Testprodukte: Je nach Kampagne und den Bedingungen der jeweiligen Brand besteht die Möglichkeit, kostenlose Review-Exemplare oder Produkte zum Testen zu erhalten.
  • Sicherheit gegen Betrug: Ein wichtiger Nebeneffekt ist der Schutz vor E-Mail-Scams. Da die Kommunikation und Verknüpfung über das System läuft, können Brands sicherstellen, dass sie tatsächlich mit dem verifizierten Creator des Kanals kommunizieren und nicht mit einem Betrüger, der eine gefälschte Anfrage sendet.

Einschränkungen beim Rollout

Ein wichtiger Punkt für alle Creator außerhalb der USA: Aktuell gibt es keine gesicherten Informationen darüber, ob oder wann der Affiliate Hub in anderen Märkten (wie etwa in Europa) eingeführt wird. Die Verfügbarkeit bleibt somit vorerst auf den US-Markt beschränkt.

Erweiterte Integrationen für Online-Stores

Neben den funktionalen Updates bei der Anzeige und Monetarisierung hat YouTube auch die technische Anbindung an externe Shop-Systeme verbessert. Wer seinen eigenen Merch oder Produkte verkaufen möchte, hat nun eine größere Auswahl an Plattformen, die direkt mit YouTube verknüpft werden können.

Zu den unterstützten Plattformen gehören:

  • Shopify
  • Spreadshirt / Spreadshop
  • Spring
  • Forth Wall (die neueste Ergänzung)

Forth Wall bietet, ähnlich wie die anderen genannten Anbieter, Tools zum Selbstbau von Online-Stores an. Die Integration dieser vierten Plattform ist ein positives Signal für den Markt: Mehr Wettbewerb zwischen den Store-Anbietern führt in der Regel zu besseren Funktionen und attraktiveren Konditionen für dich als Creator.

Fazit für deine Strategie

Die Updates im Bereich YouTube Shopping zeigen deutlich, dass die Plattform versucht, das Ökosystem rund um E-Commerce professioneller zu gestalten. Während die Shopping Collections und die Store-Integrationen bereits jetzt dabei helfen, den Verkaufsprozess zu optimieren, bietet der Affiliate Hub (sobald er global verfügbar sein sollte) ein enormes Potenzial für passive Einnahmen durch Produktempfehlungen.

Wenn du bereits einen eigenen Shop betreibst oder planst, in den Bereich Merchandising einzusteigen, lohnt es sich, die neuen Verknüpfungsmöglichkeiten in deinem YouTube Studio zu prüfen und deine Produkte strategisch im Shopping-Shelf zu platzieren.

Originaltranskript

Transkript

YouTube Shopping bekommt einige Updates: sogenannte Shopping-Collections, das heißt eine Zusammenstellung von Produkten aus eurem eigenen verknüpften Store oder anderen Stores. Diese werden im sogenannten Shopping-Shelf angezeigt, das sich unter dem Video oder als Tab auf dem Kanal des Creators befindet. In den USA können Creator außerdem dem Affiliate Hub beitreten. Bisher wurde oft kritisiert, dass getagte Produkte in Livestreams oder Videos keine Umsatzbeteiligung brachten. Das ändert sich nun mit dem Affiliate-Hub: Es gibt eine prozentuale Beteiligung für den Creator, wenn Produkte gekauft werden – standardmäßiger Affiliate-Kram, wie wir alle wissen. Wichtig ist an dieser Stelle, dass Creator auch kostenlose Review-Exemplare oder Produkte zum Testen erhalten können, abhängig von der Kampagne und dem Willen der Brand.

Ich finde, das ist ein wichtiger Schritt, um E-Mail-Scams vorzubeugen, da man so sicherstellen kann, dass der mit dem Kanal verknüpfte Creator tatsächlich derjenige ist, der etwas anfragt. Leider wissen wir nicht, ob und wann der Affiliate-Hub über den US-Markt hinaus expandieren wird, was ich etwas bedenklich und schade finde. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Außerdem gibt es ein weiteres kleines Update im Bereich Shopping: Nun ist es möglich, Shopify, Spreadshirt/Spreadshop und Spring zu verknüpfen. Dazu kommt eine vierte Plattform namens Forth Wall, die ebenfalls Online-Stores zum Selbstbau anbietet. Mehr Anbieter bedeuten mehr Konkurrenz auf dem Markt, was das Geschäft grundsätzlich beleben kann.

Ich bereite gerade ein Themenvideo zum Thema “Reused Content” vor, also wiederverwendete Inhalte. Wenn ihr dazu Fragen habt, wie man das vielleicht vermeiden kann oder was alles darunter fällt, schreibt sie gerne in die Kommentare, und ich werde sie im Video beantworten.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit! Wir sehen uns nächste Woche in einem weiteren Q&A-Stream, auf den ich mich schon sehr freue. Bis dahin: Macht’s gut und haut rein!

Du bist verwirrt über die neuen Shopping-Funktionen auf YouTube? Bei kw.media findest du Unterstützung und Beratung für deinen Kanal. Entdecke mehr unter Creator Support und Beratung und lerne, wie du diese Updates optimal nutzt, oder kontaktiere unten unseren Experten.

Martin Koytek

Geschrieben von

Martin Koytek

Managing Director

Produzent der kw.media YouTube-Tutorials und Ansprechpartner für YouTube-Beratung, Kurse und Creator-Support.

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