YouTube testet neuen "Am relevantesten"-Filter für Abonnement-Feeds!

YouTube experimentiert mit einem neuen Filterchip, der die relevantesten Videos basierend auf dem Nutzerverhalten anzeigt. Ein nützliches Feature für Creator und Viewer.

Neue Filteroptionen und Workflow-Updates für YouTube

YouTube ist bekannt dafür, kontinuierlich an der Benutzeroberfläche zu schrauben. Während in letzter Zeit viele Anpassungen an der Watchpage im Fokus standen, gibt es nun spannende Neuigkeiten für den Abonnement-Feed. Mit einem neuen Experiment möchte die Plattform die Art und Weise verändern, wie Zuschauer die Inhalte der Kanäle entdecken, denen sie bereits folgen.

Der „Am relevantesten“-Filter im Abo-Feed

Ein neues Feature, das derzeit getestet wird, ist der sogenannte „am relevantesten“-Filterchip. Bisher ist der Abonnement-Feed primär chronologisch oder nach bestimmten Algorithmen sortiert. Mit diesem neuen Filterchip können Nutzer jedoch gezielt die Videos an die Spitze setzen, die für sie in diesem Moment den höchsten Wert haben.

Wie funktioniert die Relevanz- Ermittlung?

YouTube nutzt hierfür ein dynamisches Nutzerprofil. Die Plattform analysiert verschiedene Signale des Zuschauerverhaltens, um zu entscheiden, welche Inhalte als „relevant“ eingestuft werden. Dazu gehören unter anderem:

  • Zuletzt angesehene Videos.
  • Geschriebene Kommentare.
  • Allgemeine Interaktionsmuster innerhalb des Feeds.

Indem YouTube diese Datenpunkte verknüpft, kann der Filter die Inhalte so priorisieren, dass der Nutzer schneller findet, was ihn wirklich interessiert, anstatt nur die neuesten Uploads in einer starren Liste zu sehen.

Ein sicheres Testumfeld durch Opt-in

Besonders hervorzuheben ist, dass es sich hierbei um ein Opt-in-Verfahren handelt. Das bedeutet, dass der Filter nicht automatisch für alle aktiviert wird, sondern dass sich die Nutzer aktiv dazu entscheiden müssen, diesen Chip zu nutzen.

Für dich als Creator ist das eine wichtige Information: Da die Zuschauer die Kontrolle behalten und alles wie gewohnt bleibt, sofern sie den Filter nicht aktivieren, entstehen keine abrupten Sichtbarkeitsverluste durch ein erzwungenes Update. Diese kontrollierten Testbedingungen sind ideal, um zu beobachten, ob die Funktion sowohl für Viewer als auch für Creator einen echten Mehrwert bietet, ohne das bestehende Ökosystem des Abo-Feeds zu destabilisieren. Es lohnt sich also, selbst zu prüfen, ob diese Option bereits in deinem Account verfügbar ist.

Erleichterter Upload für Member-only Shorts

Neben den Filter-Experimenten gibt es ein konkretes Update für Creator, die YouTube-Mitgliedschaften anbieten. Bisher war der Prozess für exklusive Inhalte etwas eingeschränkt: Wer „Member-only Shorts“ erstellen wollte, musste dies über den Desktop-Upload-Flow tun.

Nun wurde diese Funktion erweitert, sodass Member-only Shorts auch direkt über den Shorts-Upload-Flow auf dem Smartphone hochgeladen werden können. Dies vereinfacht den Workflow erheblich, da Shorts oft spontan und mobil produziert werden. Du kannst nun ohne Umwege vom Handy aus exklusive Kurzvideos für deine zahlenden Mitglieder veröffentlichen.

Strategische Überlegung: Mehrwert von exklusiven Shorts

Trotz der technischen Erleichterung stellt sich für viele Creator eine strategische Frage: Bieten kurze Videos überhaupt genug Substanz für ein kostenpflichtiges Mitgliedschaftsmodell?

Ein Short ist naturgemäß sehr kurz und schnell konsumiert. Mitglieder erwarten oft tiefergehende Einblicke, längere Formate oder einen exklusiven Zugang, der über einen 60-Sekunden-Clip hinausgeht. Wenn du exklusive Shorts nutzt, solltest du daher abwägen, ob diese als ergänzendes „Bonus-Material“ dienen oder ob sie den Kernwert deiner Mitgliedschaft ausmachen. Es empfiehlt sich, hier eine Balance zwischen schneller, mobiler Produktion und substanziellem Mehrwert zu finden.

Achtung bei den Einnahmen: YouTube-Mitgliedschaften verstehen

Ein weiteres wichtiges Thema, das in dieser Woche beleuchtet wurde, ist die finanzielle Seite von YouTube-Mitgliedschaften. Es gibt oft eine verwirrende Diskrepanz zwischen den im Dashboard angezeigten Beträgen und der tatsächlichen Auszahlung.

Ein extremes Beispiel zeigt, wie ein Creator zwar 500 € an Mitgliedschaftseinnahmen in der Statistik sieht, am Ende aber nur einen Betrag von beispielsweise 4 € ausgezahlt bekommt. Solche Differenzen können zu großer Verunsicherung führen. Es ist daher essenziell, die Mechanismen hinter den Auszahlungen genau zu verstehen und die Abrechnungsdetails im YouTube Studio zu prüfen, um sich vor finanziellen Überraschungen zu schützen und die tatsächlichen Netto-Einnahmen korrekt einschätzen zu können.

Bleib auf dem Laufenden

Die Plattform entwickelt sich schnell, und viele dieser Änderungen werden erst nach einer Testphase für alle ausgerollt. Um keine dieser Neuerungen oder tiefergehenden Analysen zu verpassen, ist es ratsam, die Benachrichtigungen (die Glocke) zu aktivieren. Besonders in Q&A-Streams lassen sich solche Themen oft entspannter diskutieren und im Detail aufdröseln als in kurzen Updates.

Originaltranskript

Transkript

YouTube experimentiert wieder fleißig, und zwar nicht nur mit der Watchpage-UI – auch der Abonnement-Feed bekommt ein kleines Experiment: den sogenannten “am relevantesten”-Filterchip. Dabei werden die Videos, die laut YouTube am relevantesten sind, basierend auf den zuletzt angesehenen Videos, geschriebenen Kommentaren usw., ganz oben angezeigt. Praktisch erstellt YouTube so ein kleines Nutzerprofil.

Es handelt sich um ein Opt-in, das heißt, der Nutzer muss sich aktiv entscheiden, diesen Filterchip zu nutzen. Ansonsten bleibt alles wie gehabt – ich finde das zunächst einmal eine sehr gute Sache. Da es um den Abonnement-Feed geht, wird sichergestellt, dass das Experiment sowohl für Creator als auch für Viewer ein Erfolg wird und genau beobachtet wird. Ich halte das für gute Testbedingungen, um so etwas auszuprobieren. Schaut doch mal selbst, ob ihr das schon habt, und teilt mir eure Bedenken als Creator mit, falls vorhanden.

Weiter geht es mit einem Launch: Member-only Shorts können nun auch über den Shorts-Upload-Flow auf dem Handy hochgeladen werden. Bisher war dies nur am Desktop möglich. Nutzt ihr bereits exklusive Shorts für Mitglieder? Teilt mir gerne eure Erfahrungen und Ideen dazu mit. Ich bin da manchmal hin- und hergerissen, da ein Short ja recht kurz ist und man für Mitglieder eigentlich etwas Substanzielleres anbieten möchte.

Außerdem haben wir diese Woche einen Deep Dive in Richtung YouTube-Mitgliedschaften unternommen. Wir sind der Frage nachgegangen, wie es sein kann, dass ein Creator 500 € an Mitgliedschaften erhält, in der Auszahlung aber nur 4 € stehen (mehr dazu im anderen Video). Ich habe das aufgedröselt und gezeigt, wie man sich davor schützen kann.

Es gab auch einen weiteren Q&A-Stream – aktiviert am besten die Glocke, damit ihr solche Streams nicht verpasst! Dann können wir entspannt über YouTube quatschen. Ich freue mich auf unseren nächsten Patch-Rundown nächste Woche und wünsche euch bis dahin alles Gute!

Quellen

Unsicher bei YouTube testet neuen "Am relevantesten"-Filter für Abonnement-Feeds!? Wir helfen dir weiter: Mehr Infos findest du auf Creator Support und Beratung, oder kontaktiere unten unseren Experten.

Martin Koytek

Geschrieben von

Martin Koytek

Managing Director

Produzent der kw.media YouTube-Tutorials und Ansprechpartner für YouTube-Beratung, Kurse und Creator-Support.

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  • YouTube Product Expert