YouTube Updates: Multisprachiges Audio, verbesserte Markenverbindungen & Community-Überarbeitung im Studio Mobile!

Multisprachiges Audio (MLA) nähert sich der Einführung. Bis Ende des Jahres soll ein 100%-Rollout erfolgen.

Transkript

Multilanguage Audio bzw. Autodubbing geht in die heiße Phase. Anfang des Monats, Anfang November, hatten wir bereits einen 1%-Rollout. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen 10% Rollout kommen und bis Ende des Jahres 100%, so zumindest der aktuelle Stand der Timeline. Unterstützte Sprachen werden Französisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch und Spanisch sein – die sind auf jeden Fall bestätigt. Darüber hinaus sollen noch Hindi, Indonesisch und Japanisch hinzukommen. Ich finde das eine sinnvolle Geschichte und bin gespannt, wie es umgesetzt wird. Es wird natürlich ein katastrophaler Launch, das wissen wir jetzt schon. Denn YouTube hat ja bereits Probleme, sich an eure Untertitel-Einstellungen zu erinnern.

Ihr wisst ja, dass YouTube sich an eure Browsersprache, eure In-App-Language, die Sprache, die ihr in der App ausgewählt habt, und eure Watch-History orientiert – ob ihr Inhalte auf Deutsch oder Englisch konsumiert habt und ob ihr in der Vergangenheit die Untertitel oder die verschiedenen Spracheinstellungen gewechselt habt. Aus diesen Faktoren entscheidet YouTube dann, welche Sprache genutzt wird, anstatt dass der Nutzer selbst entscheiden kann, welche Sprache er hören möchte. Das ist leider zu komplex und kompliziert, dem User eine Entscheidung aufzubürden, die man auch mit KI lösen könnte.

Schreibt mir gerne in die Kommentare, was ihr davon haltet: Erstens, dass es bald soweit ist, und zweitens, dass es wahrscheinlich eine Katastrophe wird, was die Auswahl der richtigen Sprache betrifft. Es wird fantastisch! Aber machen wir weiter. Am Horizont, ganz weit hinten, sehen wir eine große V für Vermutung, bzw. VW Vorbehalt, denn es gibt ein Gerücht, das gerade umgeht. Bitte interpretiert da nicht zu viel rein: Die Verteilung der verschenkten Mitgliedschaften soll geändert werden. Bisher wurden vor allem Abonnenten bevorzugt, und das wird auch weiterhin so sein. Allerdings kommen ein paar neue Kriterien hinzu.

Die neue Verteilung soll wie folgt lauten: Erstens sollen Menschen, die gerade abonniert haben und den Stream schauen, bevorzugt werden. Danach sollen Nicht-Abonnenten, die den Stream schauen, bevorzugt werden, und erst dann Abonnenten, die nicht den Stream schauen. Diese Reihenfolge war scheinbar sehr weit oben. Das macht natürlich wenig Sinn, denn man möchte ja die Leute, die gerade live sind, belohnen. Es ist wohl ein Gerücht für 2024 Q4, also in den nächsten anderthalb Monaten. Ich habe sonst noch nichts davon gehört, daher gehe ich nicht davon aus, dass es dieses Jahr noch kommt. Sonst vielleicht 2025 Q1, erstes Quartal nächstes Jahr. Ich halte euch auf dem Laufenden, denn das wird eine sehr interessante Änderung werden.

Nun wechseln wir von den Memberships zu YouTube Studio, wo es jetzt Data Stories gibt. Die gab es doch schon vorher, Martin? Ja, das stimmt, aber nicht als einfache Aufschlüsselung der ersten 24 Stunden einer Video-Leistung. Prinzipiel eine sinnvolle Sache, glaube ich. Data Stories mag ich generell, wenn man Daten etwas aufbereitet und nicht nur Grafiken sieht. Dass man das jetzt auf Videoebene bringt, anstatt wöchentliche oder monatliche Zusammenfassungen zu erstellen, finde ich ebenfalls sinnvoll.

Bleiben wir im Studio, sowohl mobil als auch Desktop, denn dort rollt die Community-Sektion aus. Wir hatten schon kurz darüber gesprochen; auf KB Media haben wir leider noch keinen Zugang zur Community-Sektion bekommen. Ich habe aber bereits auf meinem Gaming-Kanal Zugang, daher werdet ihr jetzt ein paar Screenshots davon sehen. Während die Community-Sektion mobil schon sichtbar ist und Informationen über Kommentare und reguläre Zuschauer der letzten 28 Tage anzeigt, fehlt diese Information leider im Desktop-Modus. Interessanterweise sind hier nicht nur Kommentare wichtig, sondern auch Daumen hoch oder geteilte Inhalte.

Dieser Text erwähnt “including top comments”, aber es geht um die meist engagierten Nutzer. Andere werden damit einbezogen, zum Beispiel solche, die vielleicht nur ein oder zwei Kommentare im Jahr geschrieben haben, aber immer schauen, liken und teilen. Diese Nutzer werden ebenfalls im Community Spotlight aufgeführt.

Community Spotlight und Creator Initiated Brand Video Links

Leute, die man regelmäßig in den Chats und Streams sieht und die fleißig kommentieren, sind natürlich auch im Community Spotlight dabei. Es ist eine interessante Geschichte. Schaut auf jeden Fall im YouTube Studio mobil vorbei, denn das Studio Desktop hat diese Funktion noch nicht. Teilt mir gerne eure Meinung dazu mit! Findet ihr es generell cool, dass ein Community Spotlight gemacht wird? Würdet ihr gerne wissen, warum die Personen im Community Spotlight ausgewählt wurden? Wenn eine hohe Kommentar-Zahl steht, sind es Top-Kommentatoren, aber ich würde schon gerne wissen, ob Nutzer, die sehr viele Likes vergeben haben, separat gekennzeichnet werden können. Lasst uns darüber sprechen!

Dann müssen wir noch über den Elefanten im Raum dieser Woche sprechen: Die sogenannten Creator Initiated Brand Video Links. Diese Funktion ermöglicht es euch, in einem Video mit bezahlter Promotion (Produktplatzierung) eine Marke zu taggen und eure organischen Metriken zur Verfügung zu stellen. Ursprünglich war geplant, dass Creator dafür bezahlt werden, aber das ist nicht der Fall! Bitte klickt nichts an, schickt keine Einladungen raus, bevor ihr nicht mit der Marke gesprochen habt. Durch die Verlinkung gebt ihr automatisch eure Nutzungsrechte am Video an den Werbetreibenden ab.

Vertraglich sollte das vorher geregelt sein. Wenn ihr mit jemandem zusammenarbeiten wollt, verhandelt vorher einen Vertrag und achtet darauf, dass zumindest eine Anzahlung erfolgt, bevor ihr Daten freigibt oder das Video als Werbung geschaltet wird. Der Hilfeartikel klärt, dass die Verlinkung euch keinen Zugriff auf den Google Ads Account des Werbetreibenden gibt und umgekehrt. Es werden nur Analytics-Daten geteilt und die Erlaubnis erteilt, das Video als Werbung zu verwenden.

Dies könnte zu einem Umdenken in den Verhandlungen zwischen Creator und Unternehmen führen. Wichtig ist auch: Eine Verlinkung ist nicht exklusiv. Wenn ihr ein Vergleichsvideo mit mehreren Produkten macht, könnt ihr separate Verlinkungsanfragen an die jeweiligen Marken senden. Es gibt keinen Zwang zur Exklusivität.

Habt ihr weitere Fragen? Schreibt sie gerne in die Kommentare! Und zum Schluss noch ein kleiner Hinweis: Wenn ihr einen Appeal wegen “reused content” einlegt, …

Wiederverwerteter Inhalt und Videoeinsprüche

Denkt bitte daran, dass Videoeinsprüche auf Englisch eingereicht werden müssen. In den letzten zwei Monaten hatte ich zwei Fälle, in denen Creator, die eigenen Content erstellen, fälschlicherweise als Copyright-Infringer bezeichnet wurden, ihre Einsprüche auf Deutsch einreichten und diese automatisch abgelehnt wurden. Das ist etwas ärgerlich, aber wir können das noch immer an YouTube weiterleiten, wenn eine englische Version des Videos verfügbar ist. Es ist jedoch in eurem Interesse, den Einspruch direkt auf Englisch zu verfassen.

Im Optimalfall sollte das nicht vorkommen, aber nun habt ihr diese Information auch von mir gehört. Ich werde wahrscheinlich ein extra Video dazu machen, um nochmals darauf einzugehen. Danke auf jeden Fall fürs Zuschauen! Wenn ihr Fragen habt, schreibt gerne Kommentare. Bis nächste Woche zu weiteren Updates – macht’s gut und haut rein!

Martin Koytek

Geschrieben von

Martin Koytek

Managing Director

Produzent der kw.media YouTube-Tutorials und Ansprechpartner für YouTube-Beratung, Kurse und Creator-Support.

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