YouTube-Updates: Fehler bei Mid-Roll-Anzeigen & kommende Bearbeitungseinschränkungen!

YouTube wird wöchentlich aktualisiert, frisch von der Presse. Beginnen wir mit dem Update für automatische Midroll-Anzeigen in Videos mit einer Laufzeit von mindestens 8 Minuten, das am 12. Mai starten soll.

Probleme bei Mid-Roll-Anzeigen und Einschränkungen im Video-Editor

YouTube bringt regelmäßig Updates an die Plattform, doch nicht jede Änderung ist ein Gewinn für die Creator. In den aktuellen Neuerungen gibt es sowohl technische Fehler bei der Monetarisierung als auch weitreichende Änderungen an den Bearbeitungswerkzeugen in YouTube Studio, die deinen Workflow und deine Einnahmen beeinflussen könnten.

Fehler bei automatisierten Mid-Roll-Anzeigen: So sicherst du deine Einnahmen

Für alle Creator, die Videos mit einer Laufzeit von mindestens acht Minuten hochladen, gibt es eine wichtige Meldung zu den automatisierten Midroll-Anzeigen. Ein Update, das für den 12. Mai geplant ist, adressiert ein Problem bei der Platzierung von Werbeunterbrechungen.

Das Problem liegt in der Funktionsweise der automatisierten Werbeplätze: Bisher kam es vor, dass diese zwar als “unterbrechend” markiert wurden und somit den Fluss des Videos stoppten, jedoch keine tatsächlichen Werbeauktionen auslösten. Das bedeutet konkret: Der Zuschauer erlebt eine Pause oder einen Unterbruch, aber es wird keine Anzeige ausgespielt – und du verdienst an dieser Stelle kein Geld. Für viele Creator führte dies zu einem spürbaren Rückgang der Werbeeinnahmen.

Die aktuelle Best Practice zur Lösung: Um diesen Einnahmeverlust zu vermeiden, solltest du nicht blind auf die Automatik vertrauen. Die empfohlene Vorgehensweise ist derzeit folgende:

  1. Lass die automatisierten Werbeplätze zunächst laufen, damit YouTube den optimalen Slot basierend auf dem Zuschauerverhalten identifiziert.
  2. Nutze diese Vorschläge als Orientierungshilfe.
  3. Füge anschließend manuell eine Werbepause genau in diesen von YouTube vorgeschlagenen Slot ein.

Durch das manuelle Setzen der Pause stellst du sicher, dass die Auktion korrekt ausgelöst wird und dein Video an den effektivsten Stellen monetarisiert wird. Es lohnt sich daher, besonders deine meistgesehenen Videos zu prüfen und die Werbeplätze entsprechend zu aktualisieren.

Das Ende von „Zurück zum Original“ im Video-Editor

Eine weitaus drastischere Änderung betrifft die Nachbearbeitung deiner bereits veröffentlichten Videos. Im kommenden Monat wird YouTube die Funktion „zurück zum Original“ (Revert to Original) im integrierten Video-Editor einstellen.

Bisher konntest du Änderungen, die du nachträglich an einem Video vorgenommen hast – etwa das Kürzen von Sequenzen oder das Verwischen von privaten Informationen –, rückgängig machen und den ursprünglichen Zustand des Videos wiederherstellen. Mit der Abschaltung dieser Funktion werden alle Bearbeitungen im YouTube-Editor dauerhaft gespeichert.

YouTube begründet diesen Schritt mit Missbrauch und schlechter Performance der Funktion. Anstatt die Funktion zu reparieren, hat sich Google entschieden, sie komplett zu entfernen, um Entwicklungsressourcen an anderer Stelle freizusetzen. Für dich als Creator bedeutet das: Jede Änderung im Editor ist ab sofort final. Ein „Undo“ auf den Originalzustand ist nicht mehr möglich.

Die Backup-Problematik: YouTube Studio vs. Google Takeout

Wenn du in Zukunft die Sicherheit haben möchtest, deine Videos jederzeit in der Originalfassung bearbeiten zu können, musst du sie lokal sichern. Hier stößt man jedoch auf ein technisches Hindernis innerhalb der Plattform.

Wenn du ein Video direkt über YouTube Studio herunterlädst, ist die Qualität auf maximal 720p begrenzt. Für professionelle Nachbearbeitungen oder hochwertige Archive ist dies völlig unzureichend. Die einzige Möglichkeit, an die Originaldatei in voller Qualität zu gelangen, ist der Umweg über Google Takeout.

Hier ergibt sich jedoch ein massives Problem für Creator mit großen Kanälen: Google Takeout bietet derzeit kein Tool an, um spezifische einzelne Videos für den Download auszuwählen. Wenn du einen Export anforderst, lädt das System grundsätzlich alle Videos deines Kanals herunter.

Um die Dimensionen zu verdeutlichen: Ein Gaming-Kanal mit beispielsweise 5.000 Videos (aufgeteilt in öffentliche Videos und nicht gelistete Live-Streams) muss bei jedem einzelnen Backup-Versuch den gesamten Datenbestand erneut herunterladen. Dies führt zu einem enormen Datenverkehr und ist zeitlich sowie technisch extrem ineffizient.

Fazit und Handlungsempfehlung

Die Entscheidung, die „Zurück zum Original“-Funktion zu entfernen, zwingt Creator dazu, ihre eigenen Backups außerhalb der YouTube-Infrastruktur zu verwalten. Da der Download-Prozess über Google Takeout für viele unpraktikabel ist und YouTube Studio keine High-Res-Downloads anbietet, entsteht hier eine Lücke in den Creator-Tools.

Was du jetzt tun solltest:

  • Sichere deine wichtigsten Videos: Nutze die Funktion „zurück zum Original“ noch so oft wie möglich, bevor sie abgeschaltet wird, um sicherzustellen, dass deine aktuellen Versionen korrekt sind.
  • Überprüfe deine Backups: Stelle sicher, dass du deine Originaldateien lokal oder in einer Cloud gespeichert hast, da ein nachträglicher Download über Google Takeout bei großen Kanälen kaum praktikabel ist.
  • Feedback geben: Es wird empfohlen, über Creator Insider an YouTube zu kommunizieren, dass die Funktion „zurück zum Original“ für den Workflow essenziell ist. Die aktuelle Situation führt dazu, dass tausende Creator wöchentlich Petabytes an Daten herunterladen müssen, nur um eine einfache Editor-Funktion zu kompensieren.
Originaltranskript

Transkript

YouTube-Updates wöchentlich, frisch von der Presse. Beginnen wir mit dem Update zu den automatisierten Midroll-Anzeigen für Videos mit einer Laufzeit von mindestens 8 Minuten, das am 12. Mai starten soll. Während die automatisierten Werbeplätze angezeigt werden, wenn eine Werbepause als unterbrechend angesehen wird, initiierten sie keinen Werbeauktionen. Dies führte bei einigen Creators zu einem Rückgang der Einnahmen.

Die aktuelle Best Practice besteht darin, die automatisierten Werbeplätze laufen zu lassen, um den optimalen Platzierungsslot zu identifizieren, und dann manuell eine Werbepause in den von YouTube vorgeschlagenen Slot einzufügen. Wenn Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, hinterlassen Sie gerne einen Kommentar unten und halten Sie Ihre meistgesehenen Videos auf dem neuesten Stand. Als nächstes: Im kommenden Monat wird YouTube die Funktion “zurück zum Original” im YouTube-Video-Editor einstellen.

Das bedeutet, dass Änderungen, die Sie durch Schneiden, Kürzen oder Verwischen vornehmen, dauerhaft werden. Sie geben an, dass Missbrauch und schlechte Leistung ihre Hauptbedenken sind, und entscheiden sich daher, die Funktion zu entfernen, anstatt sie zu beheben, um Entwicklungsressourcen freizusetzen. Wenn Sie Ihre Videos bearbeiten möchten, müssen Sie die Originaldatei über Google Takeout herunterladen, da YouTube Studio nur Downloads bis 720p zulässt.

Ohne die Originaldateien müssen Sie lokal bearbeiten, das bearbeitete Video neu hochladen und dabei Kommentare, Likes, Aufrufe usw. verlieren. Leider fehlt bei Google Takeout ein Tool, um spezifische Videos für den Download auszuwählen. Zum Beispiel auf meinem Gaming-Kanal mit 5.000 Videos (2.300 öffentlich, 2.700 nicht gelistete Live-Streams) lädt jeder Antrag über Google Takeout alle Videos herunter.

Da viele Menschen dies möglicherweise regelmäßig tun, könnte dies den Datenverkehr von Google Takeout erheblich erhöhen. Es bleibt abzuwarten, ob sie Ressourcen investieren werden, um die Download-Funktion in YouTube Studio zu verbessern, die derzeit nur den Download eines Videos gleichzeitig zulässt. Wenn Sie ein Tutorial zur Verwendung von Google Takeout wünschen, hinterlassen Sie bitte einen Kommentar unten.

Nutzen Sie die Funktion bitte ausgiebig. YouTube zwingt im Grunde die Creators dazu. Selbst wenn Sie die heruntergeladenen Videos nicht speichern, erzeugt das ständige Herunterladen und Löschen im Hintergrund Verkehr. Ich bin ehrlich gesagt müde davon.

Besuchen Sie gerne Creator Insider und teilen Sie in den Kommentaren mit, dass Sie die Funktion “zurück zum Original” weiterhin nutzen möchten. Sie könnten Entwicklungsaufwendungen für die Verbesserung bereitstellen, anstatt tausende Creators wöchentlich mehrere Petabytes Daten herunterladen zu lassen. Nur mal so gesagt. Das war’s für diese Woche. Entschuldigung für den etwas harschen Unterton. Wir halten Sie jede Woche über neue YouTube-Entwicklungen auf dem Laufenden, also abonnieren Sie uns, falls Sie es noch nicht getan haben. Bis nächste Woche! Tschüss.

Unsicher bei YouTube-Updates: Fehler bei Mid-Roll-Anzeigen & kommende? Wir helfen dir weiter: Mehr Infos findest du auf Creator Support und Beratung, oder kontaktiere unten unseren Experten.

Martin Koytek

Geschrieben von

Martin Koytek

Managing Director

Produzent der kw.media YouTube-Tutorials und Ansprechpartner für YouTube-Beratung, Kurse und Creator-Support.

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  • YouTube Product Expert