YouTube-Updates: Clips Dashboard, Werbe-Kontrolle & MidRolls in Livestreams
Wir müssen über Clips sprechen, die sind nämlich jetzt für Creator verfügbar zur Einsichtnahme und zwar auf Videoebene. Das bedeutet, ihr könnt leider nicht alle eure Clips einsehen, sondern immer nur die Clips zu...
Dieser Artikel wurde KI-generiert auf Basis unseres Videos.
Neue Einblicke in das Clips-Dashboard: Community-Highlights effizient nutzen
Ein spannendes Update gibt es für alle Creator, die ihre Community aktiv einbinden: Die Einsichtnahme in Clips ist nun verfügbar. Damit wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer effizienteren Content-Produktion gemacht, auch wenn die Umsetzung aktuell noch einige Einschränkungen mit sich bringt.
Clips auf Videoebene analysieren
Das neue Dashboard ermöglicht es dir, zu sehen, welche Clips andere Nutzer von deinen Videos erstellt haben. Ein wichtiger Punkt vorab: Die Ansicht ist derzeit auf die Videoebene beschränkt. Das bedeutet, dass du nicht alle Clips deines gesamten Kanals in einer zentralen Liste findest, sondern gezielt in die Details eines einzelnen Videos schauen musst, um die dort erstellten Clips zu sehen.
Auch wenn diese Einschränkung im ersten Moment mühsam wirkt, ist sie vermutlich nur ein Zwischenschritt. Es ist davon auszugehen, dass eine umfassendere Übersicht zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht wird. Für den Moment ist die Funktion jedoch bereits ein wertvolles Werkzeug, um zu verstehen, welche Momente deiner Videos bei den Zuschauern besonders gut ankommen.
Der Weg vom Clip zum Short
Der eigentliche strategische Wert dieser Funktion liegt in der Content-Recycling-Strategie. Die Idee ist simpel: Deine Community übernimmt die Vorarbeit. Die Zuschauer markieren die Highlights, die sie feiern, und du musst diese nicht mühsam selbst aus stundenlangen Aufnahmen heraussuchen.
Das Ziel ist es, diese Community-Highlights direkt aufzugreifen und daraus Shorts zu erstellen. Im Idealfall musst du nur noch auf den „Erstellen“-Button drücken, um aus einem populären Clip ein eigenständiges Short-Video zu machen. Damit verkürzt sich der Workflow von der Identifikation eines viralen Moments bis zur Veröffentlichung massiv.
Die Hürde: Desktop-Zwang und mobiler Workflow
Hier gibt es jedoch einen deutlichen Haken: Das Feature ist aktuell ausschließlich auf dem Desktop verfügbar. Für viele Creator ist das problematisch, da die Erstellung von Shorts primär über mobile Geräte erfolgt. Es wäre logisch gewesen, dieses Feature zuerst für mobile Endgeräte auszurollen, da dort die Synergie zwischen Clip-Sichtung und Short-Erstellung am größten ist.
Da die mobile App diese Funktion noch nicht nativ unterstützt, musst du auf einen Workaround zurückgreifen, wenn du nicht am PC sitzen möchtest. Ein möglicher Workflow sieht wie folgt aus:
- Öffne den Chrome-Browser auf deinem Smartphone (z. B. Android).
- Lade die YouTube Studio-Seite in der Ansicht „Desktop-Webseite“.
- Navigiere zu den Clips des entsprechenden Videos.
- Klicke auf den gewünschten Clip.
Durch diesen Klick wirst du automatisch in die YouTube-App weitergeleitet, wo dir dann die entsprechende Schaltfläche zur Erstellung eines Shorts angezeigt wird. Es ist zwar kein optimaler Prozess, ermöglicht es dir aber dennoch, die Community-Highlights zeitnah zu nutzen.
Simple Ad Control: Weniger Kontrolle, mehr Risiko?
Neben den Clips gibt es eine weitaus kritischere Änderung, die wir als den „Elefanten im Raum“ bezeichnen müssen: die Einführung der sogenannten „Simple Ad Control“ (vereinfachte Werbekontrolle). Diese Änderungen werden ab November wirksam und betreffen entweder neu hochgeladene Videos oder Videos, bei denen du die Monetarisierungseinstellungen aktualisierst.
Was ändert sich konkret?
Die individuelle Kontrolle über die Anzeigenarten fällt weg. Bisher konntest du detailliert festlegen, welche Arten von Werbung in deinen Videos geschaltet werden sollen. Mit der „Simple Ad Control“ verschwinden diese granularen Einstellungen. Besonders kritisch ist hierbei der Wegfall der Entscheidung darüber, ob Werbung überspringbar oder nicht überspringbar ist.
Zwar bleibt es weiterhin möglich, Werbeplätze manuell festzulegen oder die automatische Verwaltung von YouTube zu nutzen, doch die Kontrolle über die Art der Anzeige entgleitet dem Creator.
Die Rechnung von YouTube: Umsatz vs. User Experience
YouTube untermauert diese Änderung mit Experiment-Daten, die jedoch nicht transparent für alle Creator einsehbar sind. Die Daten suggerieren einen klaren finanziellen Vorteil, allerdings auf Kosten der Zuschauerbindung:
- Nicht überspringbare Anzeigen (automatisch): Hier wird ein Umsatzplus von bis zu 5 % prognostiziert, bei einem gleichzeitigen Verlust der Wiedergabezeit von bis zu 1 %.
- Nicht überspringbare Anzeigen + Preroll-Anzeigen: In dieser Kombination steigt der potenzielle Umsatz um bis zu 15 %, während die Wiedergabezeit um bis zu 5 % sinkt.
Auf den ersten Blick klingen 5 % oder 15 % mehr Umsatz attraktiv. Doch man muss die Kehrseite betrachten: Die User Experience leidet. Zuschauer, die durch nicht überspringbare Werbung abgeschreckt werden, verlassen das Video früher oder kommen langfristig vielleicht gar nicht mehr zurück.
Die Gefahr für kleine Creator und Nicht-Partner
Besonders problematisch ist diese Entwicklung für Creator, die noch nicht im Partnerprogramm sind. Wer nicht monetarisiert, profitiert nicht von den Umsatzsteigerungen, ist aber dennoch den Auswirkungen der Werbung ausgesetzt.
Wenn beispielsweise 5 % der Wiedergabezeit verloren gehen, hat das massive Auswirkungen auf die Hürden für den Eintritt in das Partnerprogramm. Wer 4.000 Stunden Wiedergabezeit benötigt, merkt schnell, dass 200 Stunden fehlen können, nur weil Nutzer aufgrund aggressiver Werbeformate abschalten. Da man als Nicht-Partner diese Einstellungen ab November nicht mehr steuern kann, gibt man einen Teil seiner Reichweite und Wachstumsgeschwindigkeit ab, ohne einen finanziellen Gegenwert zu erhalten.
Optimierungen im YouTube Livestreaming
Während die Werbekontrolle für Sorgen sorgt, gibt es im Bereich des Livestreamings sehr positive Nachrichten. Hier hat YouTube Funktionen implementiert, die sowohl die Monetarisierung als auch die Kontrolle über den Stream verbessern.
Mid-Roll-Anzeigen und Frequenzsteuerung
Die Einführung von Mid-Roll-Anzeigen (Werbung mitten im Stream) wird nun für alle Mitglieder des Partnerprogramms ausgerollt. Ein großer Vorteil ist hier die neue Flexibilität bei der Anzeigenfrequenz.
Standardmäßig ist das System so eingestellt, dass alle 30 Minuten eine Anzeige erscheint. Creator können diese Frequenz jedoch nun selbst anpassen und im Bedarfsfall auf eine Anzeige alle sechs Minuten erhöhen. Dies gibt dir die Möglichkeit, die Monetarisierung an die Art deines Contents und die Toleranz deiner Community anzupassen.
Aktive Steuerung während des Live-Events
Um zu verhindern, dass Werbung in einem ungünstigen Moment (z. B. mitten in einem wichtigen Satz oder einem emotionalen Highlight) erscheint, hat YouTube zwei praktische Werkzeuge eingeführt:
- Die 60-Sekunden-Warnung: Bevor eine Anzeige startet, erhältst du im Live-Chat eine kurze Nachricht mit einem Button. Wenn du diesen Button klickst, kannst du die Anzeige überspringen und so den Fluss des Gesprächs aufrechterhalten.
- Die 10-minütige Sperrzeit: Du kannst eine sogenannte Sperrzeit einrichten. Wenn du weißt, dass du dich für die nächsten zehn Minuten intensiv auf ein Thema konzentrieren musst oder ein wichtiges Gespräch führst, kannst du Werbung für diesen Zeitraum komplett unterbinden. Nach Ablauf dieser zehn Minuten läuft der normale Timer einfach weiter.
Wer dennoch in einem perfekt passenden Moment eine Werbung schalten möchte, kann dies weiterhin über den manuellen „Werbung einfügen“-Button tun, der unabhängig von diesen Automatismen funktioniert.
Fazit und Ausblick
Zusammenfassend bietet YouTube mit dem Clips-Dashboard ein mächtiges Werkzeug zur Content-Erstellung, sofern man den Desktop-Umweg in Kauf nimmt. Die Neuerungen im Livestreaming sind ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung, da sie dem Creator mehr Kontrolle über den Live-Moment geben.
Die „Simple Ad Control“ hingegen bleibt ein kritischer Punkt. Der Trade-off zwischen kurzfristigem Umsatzplus und langfristiger Zuschauerbindung sowie der Nachteil für Creator außerhalb des Partnerprogramms sind Diskussionspunkte, die eine genauere Betrachtung verdienen. Es bleibt zu hoffen, dass in den geplanten Meetings mit YouTube noch Anpassungen vorgenommen werden können, um die Kontrolle über die Überspringbarkeit von Anzeigen zu bewahren.
Originaltranskript
Transkript
Wir müssen über Clips sprechen, die sind nämlich jetzt für Creator verfügbar zur Einsichtnahme und zwar auf Videoebene. Das bedeutet, ihr könnt leider nicht alle eure Clips einsehen, sondern immer nur die Clips zu einem bestimmten Video. Das ist aber kein Problem, meiner Meinung nach, denn der Rest soll ja noch nachgereicht werden. Das heißt, wir können jetzt erstmal damit arbeiten. Prinzipiell funktioniert es auch gut, soweit ich das im Dashboard einsehen kann. Und jetzt möchte ich natürlich auch daraus Shorts machen, denn das war ja unser eigentlicher Gedanke: Die Highlights, die die Leute aus euren Streams feiern, sollen nochmal von euch aufgegriffen werden, ohne dass ihr jetzt großartig den Content durchwühlen müsst, sondern dass praktisch die Community das für euch übernimmt und ihr eigentlich nur noch auf den “Erstellen”-Button drücken müsst.
Und da kommt auch schon der Haken: Das ganze Feature ist nur auf Desktop verfügbar, nicht auf mobilen Geräten. Und ausnahmsweise möchte ich behaupten, dass dies etwas ist, das ich mir auf mobil gewünscht hätte. Das hätte tatsächlich als Erstes auf mobilen Geräten ausgerollt werden können. Aber gut, jetzt müssen wir natürlich irgendwie einen Workflow finden. Unser aktueller Workflow ist es, Chrome aufzumachen, zum Beispiel auf meinem Android-Handy, die YouTube Studio-Seite als Desktop-Webseite zu laden, in die Clips zu navigieren und dann auf den Clip zu klicken. Dann landet ihr natürlich in der YouTube-App, wo ihr dann die entsprechende Schaltfläche habt, um einen Short zu erstellen. Optimal ist das Ganze noch nicht, aber wir können zumindest froh sein, dass wir jetzt die Clips sehen können, die andere Leute von uns gemacht haben, und einen groben Workflow haben, wie das funktionieren soll. Alles andere kommt dann später.
Warum es nicht direkt rausgebracht wurde, weiß ich nicht. Machen wir weiter, denn wir müssen über den dicken Elefanten im Raum sprechen: die Änderungen zur vereinfachten Werbekontrolle, bzw. die sogenannte “simple ad control”, wie es im Englischen heißt. Ab November werden diese Änderungen eingeführt, entweder bei neu hochgeladenen Videos oder bei Videos, bei denen ihr die Monetarisierungseinstellungen aktualisiert. Die individuellen Einstellungen für Anzeigen fallen weg. Das bedeutet, ihr könnt nicht mehr auswählen, welche Arten von Anzeigen geschaltet werden sollen. Außerdem enthält die Einstellung, ob Werbung überspringbar oder nicht überspringbar ist, was ein wichtiger Punkt ist, den ich nicht gut finde.
Bei unveränderten Mitteln kann der Creator weiterhin manuell Werbeplätze festlegen oder die automatische Verwaltung von YouTube nutzen. Das funktioniert soweit auch schon ganz gut und ist auch etwas, was ich regelmäßig nutze. YouTube wirft jetzt jedoch Experiment-Daten um sich, die sie uns nicht zeigen. Es ist also für uns nicht nachvollziehbar, ob da vielleicht andere systemische Fehler drin sind oder ähnliches. In diesem Test ist das sehr schade, ich wünsche mir da mehr Transparenz. Sie sagen, wenn ihr nicht überspringbare Anzeigen aktiviert, über die automatische Funktion, gibt es bis zu 5% mehr Umsatz bei bis zu 1% weniger Wiedergabezeit. 5% mehr Umsatz klingt beeindruckend, aber man muss auch im Hinterkopf behalten, dass 1% der User-Experience betrifft – und das sind User, die vielleicht langfristig nicht wiederkommen.
Wenn ihr zusätzlich zu den nicht überspringbaren Anzeigen auch Preroll-Anzeigen aktiviert, ändert sich der Wert auf 15% mehr Umsatz bei 5% weniger Wiedergabezeit. Das skaliert also nicht linear, was in Ordnung ist. Aber 5% weniger Wiedergabezeit bedeuten, dass bei 4000 Stunden, die man braucht, um ins Partnerprogramm zu kommen, 200 Stunden extra oder 200 Stunden fehlen, weil Leute aufgrund der nicht überspringbaren Anzeigen abschalten. Und das Schlimme ist: Wenn ihr nicht im Partnerprogramm seid, könnt ihr das bisher nicht steuern – und ab November auch nicht mehr. Ihr verdient also nichts daran. Ich finde, dafür, dass ich meinen ganzen Krempel auf YouTube hochladen darf, habe ich kein Problem damit, aber dass mir 5% Wiedergabezeit verloren gehen, weil spezielle Werbung geschaltet wird, die User vielleicht abschreckt oder vertreibt, das finde ich schwierig. Darüber können wir gerne in den Kommentaren diskutieren, bitte bleibt zivil, denn wir wollen das Ganze natürlich auch vielleicht noch angehen.
Aktualisierungen zum Livestreaming auf YouTube
Die Änderungen werden erst im November wirksam, bis dahin sind noch einige Meetings mit YouTube geplant. Vielleicht können wir noch einige Anpassungen vornehmen, um zumindest die aktuelle Einstellung beizubehalten, ob die Anzeigen überspringbar sind oder nicht. Vielleicht gibt es einen besseren Anreiz als nur 5% mehr Umsatz, wenn nicht überspringbare Anzeigen enthalten sind.
Anzeigeneinstellungen
Wechseln wir zum Bereich Livestreaming, da hat sich einiges Positives getan. Die Mittwoch-Anzeigen werden nun für alle Partnerprogramme ausgerollt, was ich für eine gute Sache halte. Die Einstellungen für die Anzeigenfrequenz sind ebenfalls verfügbar, d.h. wie oft Anzeigen während eures Livestreams erscheinen. Der Standardwert liegt bei 30 Minuten, aber Creator können die Frequenz auf eine Anzeige alle sechs Minuten erhöhen. Ich finde das ziemlich gut. 60 Sekunden bevor eine Anzeige startet, erhält der Creator eine kleine Nachricht im Live-Chat mit einem Button. Durch Klicken auf diesen Button kann die Anzeige übersprungen werden, was sehr praktisch ist.
Außerdem habt ihr die Möglichkeit, eine 10-minütige Sperrzeit einzurichten. Wenn ihr also mitten in einem realen Gespräch seid oder euch für die nächsten 10 Minuten konzentrieren möchtet, könnt ihr sagen: “Ich möchte in den nächsten 10 Minuten keine Werbung.” Der normale Timer läuft danach einfach weiter. Solltet ihr während dieser Zeit dennoch eine Werbung schalten wollen, weil es gerade passt, könnt ihr natürlich immer noch den “Werbung einfügen”-Button verwenden, der weiterhin funktioniert.
Ich kann mich nicht beschweren, und wie gesagt, zu den anderen Themen können wir gerne in den Kommentaren diskutieren. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und euer Zuschauen! Ich hoffe, ihr konntet etwas mitnehmen. Bis nächsten Samstag, macht’s gut und bleibt aktiv!
