YouTube PatchRundown: Neue KI-Richtlinien und -Funktionen

Die esda Audits von September wurden abgeschlossen. Wenn ihr also noch Inhalte habt, die zu alt sind für eine automatische Überprüfung der eingeschränkten Monetarisierung, reicht sie gerne über discord.gg/YouTube bei...

Dieser Artikel wurde KI-generiert auf Basis unseres Videos.

Monetarisierung, Streaming-Updates und die neue KI-Ära bei YouTube

YouTube befindet sich in einer Phase intensiver Anpassungen, sowohl was die technischen Funktionen als auch die regulatorischen Richtlinien betrifft. Besonders im Bereich der Monetarisierung und der Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) gibt es wichtige Neuigkeiten, die direkte Auswirkungen auf deinen Kanal und deine Arbeitsweise als Creator haben.

Status-Update zu esda-Audits und Monetarisierung

Ein wichtiger Punkt für alle, die mit eingeschränkter Monetarisierung zu kämpfen haben: Die esda-Audits für den Monat September wurden erfolgreich abgeschlossen. Das ist eine gute Nachricht für Creator, deren Inhalte manuell geprüft werden mussten.

Falls du jedoch Inhalte hast, die bereits so alt sind, dass sie nicht mehr automatisch durch das System zur Überprüfung der eingeschränkten Monetarisierung laufen, gibt es eine Lösung. Du kannst diese Inhalte über discord.gg/YouTube einreichen. Die dortigen Ansprechpartner leiten die entsprechenden Informationen an Team YouTube weiter, damit eine erneute Prüfung erfolgen kann.

Darüber hinaus gibt es positive Signale für den kommenden Monat. YouTube hat weitere Lockerungen angekündigt, die spezifisch die Themen „Stille“ und „nicht sexuell erregendes Tanzen“ betreffen. Bisher führten solche Elemente oft zu unnötigen Einschränkungen oder Flags; hier wird die Richtlinie nun flexibler gestaltet, um die Monetarisierung für eine breitere Palette von Inhalten zu ermöglichen.

Neue Perspektiven für Streamer im Partnerprogramm

Für Creator, die primär im Bereich Live-Streaming aktiv sind, zeichnet sich eine vielversprechende Entwicklung ab. Anfang nächsten Jahres wird ein neues Einstiegsmodell für Streamer im YouTube-Partnerprogramm (YPP) eingeführt.

Interessant ist hierbei der zeitliche Ablauf: YouTube wartet bewusst ab, bis die aktuellen Prozesse rund um die sogenannte „500er-Regelung“ (die niedrigeren Hürden für den Einstieg in das Partnerprogramm) abgeschlossen sind. Ziel ist es, dass alle bestehenden Reviews der kleinen Creator durchlaufen sind, damit das Team nicht überlastet wird, wenn die neuen Streamer-Optionen implementiert werden.

Obwohl konkrete Richtwerte oder ein exaktes Datum noch nicht feststehen, wird mit einer Einführung im ersten Quartal (Q1) 2024 gerechnet. Dies könnte die Hürden für Streamer senken, professionell auf der Plattform zu monetarisieren.

Technische Hürden und Werbekontrolle

Neben den strategischen Neuerungen gab es in der letzten Zeit auch technische Probleme. Insbesondere bei YouTube Live kam es zu Instabilitäten. Team YouTube hat bestätigt, dass diese Probleme bekannt sind und aktiv an einer Lösung gearbeitet wird. Sobald es hierzu konkrete Updates gibt, wird dies kommuniziert.

Ein weiteres Thema, das zuletzt für Verunsicherung gesorgt hat, war die „vereinfachte Werbekontrolle“. Es gab die Sorge, dass dies negative Auswirkungen auf kleinere Creator haben könnte – insbesondere im Hinblick auf die Watchtime.

Hier gibt es nun Entwarnung: Nach Rücksprache mit YouTube wurde bestätigt, dass die vereinfachte Werbekontrolle ausschließlich für Creator gilt, die bereits Teil des YouTube-Partnerprogramms (YPP) sind. Für Creator, die nicht monetarisieren, aber auf deren Videos dennoch Werbung ausgespielt wird, gelten diese Änderungen nicht. Du musst dir also keine Sorgen machen, dass diese Anpassung deine Watchtime oder deinen Status als nicht-monetisierender Creator negativ beeinflusst.

KI-Innovationen: Dreamtrack für Shorts

Ein massiver technologischer Sprung ist die neue KI-Funktion „Dreamtrack“, die speziell für Shorts entwickelt wurde. Mit diesem Tool kannst du auf Basis von Texteingaben eigene Songs erstellen, wobei Stimmmodelle bekannter Künstler zum Einsatz kommen.

So faszinierend diese Technologie ist, sie bringt auch erhebliche Risiken mit sich. Es ist fragwürdig, inwiefern namhafte Künstler ihre Stimmen für ein Tool freigeben, das theoretisch dazu genutzt werden kann, „Unfug“ zu treiben oder Inhalte zu erstellen, die nicht ihrem Willen entsprechen.

YouTube betont zwar, dass die bestehenden Richtlinien auch hier strikt angewendet werden. Für dich als Creator bedeutet das: Sei extrem vorsichtig. Wenn du KI-Tools nutzt, um Inhalte zu erstellen, die gegen die Community-Richtlinien verstoßen, riskierst du Strikes. Da eine Kanalterminierung permanent ist, ist hier höchste Sorgfalt geboten.

Neue Richtlinien für KI-generierte Inhalte

Parallel zu den neuen Funktionen führt YouTube neue Richtlinien für die Kennzeichnung von KI-Inhalten ein. In einem offiziellen Blogpost wurde angekündigt, dass es künftig Offenlegungspflichten und spezifische Inhaltslabel für Creator geben wird, die generierte oder KI-gestützte Inhalte verwenden.

Das Ziel ist die Gewährleistung von Transparenz und Integrität auf der Plattform. Die Zuschauer sollen wissen, ob sie es mit einem realen Ereignis oder einer KI-Simulation zu tun haben. Die Konsequenzen bei Nichtbeachtung sind drastisch:

  • Demonetarisierung der betroffenen Inhalte.
  • Ausschluss aus dem YouTube-Partnerprogramm.
  • Entfernung der KI-generierten Inhalte.
  • Im schlimmsten Fall die vollständige Kanalterminierung.

Die Herausforderung der Differenzierung: Wo zieht man die Grenze?

Das Hauptproblem der neuen KI-Richtlinien ist derzeit noch ihre vage Formulierung. YouTube hat zwar versprochen, die Creator rechtzeitig über die konkrete Umsetzung zu informieren, doch die praktische Anwendung bleibt komplex.

Die Schwierigkeit liegt im Kontext. Ein Beispiel verdeutlicht dies: Es ist ein großer Unterschied, ob eine KI genutzt wird, um harmlose Witze über Politiker zu erzählen, oder ob sie eingesetzt wird, um komplexe geopolitische Themen zu manipulieren. Ebenso ist die Nutzung von Photoshop-KI für ein perfektes Urlaubsfoto in einem Blog-Beitrag unproblematisch, während die Erstellung eines gefälschten Beweismittels für ein Verbrechen – selbst wenn es nur für fünf Sekunden in einem Video erscheint – hochgradig bedenklich ist.

Für dich als Creator stellt sich die Frage: Ab wann muss ein Inhalt als „KI-generiert“ gekennzeichnet werden?

  • Ist die Nutzung von KI zur Optimierung von Thumbnails, Titeln oder Beschreibungen bereits ein KI-generierter Inhalt?
  • Muss ein Skript, das von einer KI (wie ChatGPT) überarbeitet wurde, um es verständlicher zu machen, gekennzeichnet werden?

Die Grenze zwischen einem hilfreichen Werkzeug zur Effizienzsteigerung und einer Täuschung des Zuschauers ist fließend. Es bleibt abzuwarten, wie YouTube diese Differenzierung technisch und regulatorisch löst. Da Kontext hier die entscheidende Rolle spielt, ist es ratsam, die kommenden detaillierten Anweisungen von YouTube genau zu verfolgen, um keine Sanktionen zu riskieren.

Originaltranskript

Transkript

Die esda-Audits von September wurden abgeschlossen. Wenn ihr also noch Inhalte habt, die zu alt sind für eine automatische Überprüfung der eingeschränkten Monetarisierung, reicht sie gerne über discord.gg/YouTube bei uns ein. Wir leiten das dann an Team YouTube weiter und lassen diese erneut prüfen. Außerdem sind für nächsten Monat weitere Lockerungen angekündigt, dabei geht es um die Themen Stillen und nicht sexuell erregendes Tanzen. Anfang nächsten Jahres gibt es zudem ein Einstiegsmodell für Streamer im YouTube-Partnerprogramm, ähnlich wie im letzten Jahr.

YouTube wartet hier tatsächlich noch ab, bis alle kleinen Creator mit der 500er-Regelung im Endeffekt durch sind und alle Reviews durch sind, damit das Team nicht allzu überlastet ist. Dann kommen die Streamer dran, voraussichtlich Anfang nächsten Jahres. Wir haben noch keine genauen Zahlen, wie die Richtwerte dafür aussehen, noch ein genaues Datum, aber es wird von Q1 2024 ausgegangen. Das ist eine vielversprechende Entwicklung für YouTube-Streamer.

Außerdem, gerade zum Thema Streaming: Es gab in den letzten Tagen einige Livestream-Probleme bei YouTube, und Team YouTube hat gesagt, sie nehmen sich der Sache an. Eine erfreuliche Nachricht, sobald es da Änderungen oder Updates gibt, werdet ihr es natürlich auf diesem Kanal erfahren.

Außerdem hatten wir letzte Woche darüber gesprochen, dass die vereinfachte Werbekontrolle möglicherweise Auswirkungen auf kleinere Creator hat. Jetzt habe ich gute Nachrichten: Wir haben das letzte Woche mit YouTube diskutiert, und es gab ein kleines Durchatmen. Uns wurde bestätigt, dass es keine Änderung für nicht-monetarisierende Creator gibt. Das heißt, alles, was wir letzte Woche besprochen haben, alle diese Bedenken, sind erst einmal an die Seite gepackt worden. Denn diese vereinfachte Werbekontrolle gilt nur für Creator im YPP und nicht für nicht-monetarisierende Creator, auf die Werbung ausgespielt wird. Für diese gelten diese Änderungen nicht. Das heißt, ihr werdet auch kein Problem mit der Watchtime bekommen.

Als nächstes widmen wir uns dem Thema KI, denn wir fangen direkt an mit der KI-Funktion Dreamtrack für Shorts. Dabei könnt ihr anhand eurer Texteingaben einen eigenen Song aus Stimmmodellen von Künstlern erstellen lassen. Es gibt einen Weg, wie das auf jeden Fall schiefgehen kann und wird. Deswegen finde ich es sehr fragwürdig, dass namhafte Künstler ihre Stimme dafür hergeben und im Effekt dafür freigeben, dass man damit Unfug treiben kann. Natürlich hat YouTube beteuert, dass hier auf die Richtlinien geachtet wird. Ich würde euch natürlich auch raten, immer im Rahmen der Richtlinien zu handeln, denn wenn ihr außerhalb handelt, gibt es Strikes, und Strikes sind nie gut, weil Kanalterminierung permanent ist.

Zu den Richtlinienänderungen für KI-Inhalte: Es ist angekündigt worden in einem Blogpost von YouTube, dass Richtlinienänderungen eingeführt werden. Es geht dabei um Offenlegungspflichten und Inhaltslabel für Creator, die generierte oder KI-generierte Inhalte verwenden. Diese Änderungen sind wichtig, um die Transparenz und Integrität der Plattform zu gewährleisten. Wenn der Creator den Offenlegungspflichten nicht nachkommt, drohen Sanktionen wie Demonetarisierung, Ausschluss aus dem Partnerprogramm, Entfernung der KI-generierten Inhalte und im schlimmsten Fall die Kanalterminierung.

Das Problem liegt aber darin, dass diese Richtlinien zum aktuellen Zeitpunkt noch sehr vage formuliert sind. Man hat natürlich gesagt, wenn wir das umsetzen, werden wir Creator rechtzeitig informieren. Hier hat Felix Beuser ein sehr interessantes Zitat angesprochen: “Die Anwendung von KI, um Präsidentenwitze erzählen zu lassen, ist einigermaßen harmlos. Lassen Sie sie jedoch über geopolitische Themen sprechen, wird es problematisch. Die Verwendung von Photoshop-KI, um das perfekte Urlaubsbild für einen Blog zu erstellen, interessiert vielleicht, aber dieselben Werkzeuge zu verwenden, um ein Bild als Beweismittel für ein Verbrechen zu erstellen, das in einem ansonsten freien Video für nur 5 Sekunden lang verwendet wird, ist wiederum bedenklich.” Ich glaube, die richtige Differenzierung zu finden, ist eine sehr schwierige Aufgabe. Ich hoffe, YouTube wird das einigermaßen gut hinbekommen.

Kontext spielt eine sehr entscheidende Rolle. Die Frage ist, wo zieht man die Grenze? Wo endet sie beispielsweise, wenn KI für die Überarbeitung von Thumbnails, Titeln oder Beschreibungen verwendet wird? Ist das schon KI-generierter Inhalt oder etwas, das man nicht kennzeichnen muss? Dieses Skript hier wurde auch von ChatGPT überarbeitet, um es verständlicher zu machen. Es ist ein sehr komplexes Thema. Lasst uns gerne in den Kommentaren darüber diskutieren, denn mich würde interessieren, wie ihr dazu steht.

Das war’s auch für heute. Vielen Dank fürs Einschalten! Ich hoffe, ihr konntet etwas mitnehmen. Wir sehen uns nächste Woche wieder bei weiteren YouTube-Updates. Bis dahin, macht’s gut und haut rein!

Martin Koytek

Geschrieben von

Martin Koytek

Managing Director

Produzent der kw.media YouTube-Tutorials und Ansprechpartner für YouTube-Beratung, Kurse und Creator-Support.

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  • YouTube Product Expert