Die neue „Schutzbestimmung“ von YouTube ist da! 🛡️ + Veo 3 Update

Wir lehren dich, nachhaltige und sichere Kanäle aufzubauen. Du kennst die Regeln und hältst dich daran.

Transkript

Wir zeigen euch, wie ihr nachhaltige und sichere Kanäle aufbaut. Ihr kennt die Regeln und haltet euch daran. Aber selbst die besten Creator können nicht vorhersehen, wann ein automatisiertes System versehentlich ein Video meldet. Diese Unsicherheit endet heute. YouTube führt Vorabprüfungen der Community-Richtlinien ein. Es handelt sich um eine Plausibilitätsprüfung, um zu sehen, ob der Bot euren Inhalt meldet, bevor ihr euren Kanal gefährdet. Schauen wir uns den Workflow an. Bisher umfasste die Registerkarte “Prüfungen” nur Urheberrechts- und Werbeeignungsprüfungen.

Mit einem neuen Update scannt das System euer Video vor der Veröffentlichung auf Verstöße gegen die Community-Richtlinien, wie schädlichen Inhalt oder Metadatenprobleme. Wenn der Bot ein falsch positives Ergebnis liefert, könnt ihr es sofort sehen. Ihr könnt einen Titel korrigieren oder eine Szene bearbeiten, bevor es zu einem Verstoß auf eurem Kanal kommt. Es ist die Vorabprüfung, die wir seit Jahren brauchen, um automatisierte Fehler vorherzusagen. Während Sicherheit entscheidend ist, baut YouTube auch seine kreativen Tools aus. Sprechen wir über den neuen Motor unter der Haube für Shorts.

YouTube verbessert seine generativen Videofunktionen auf mobilen Geräten durch die Integration des VU3-Modells von Google DeepMind. Wenn ihr dachtet, dass die Dream Screen-Grünbildschirme nur ein Gimmick sind, dann irrt ihr euch. Wir gehen von 6 auf 8 Sekunden kontinuierlicher Videogenerierung über. V3 generiert Video mit synchronisiertem Audio. Wir sprechen hier von Soundeffekten und Sprache, die sich an die Bewegung anpassen, nicht nur von stummen Clips. Außerdem benötigt ihr keinen Hintergrund mehr. Ihr könnt “Cyberpunk-Stadt und Regen” eingeben und bekommt einen eigenständigen Clip, den ihr als B-Roll verwenden könnt.

Nochmal zu Shorts: YouTube verwischt erneut die Grenzen zwischen Formaten. Ein neuer Test, der auf 5 % der Kanäle ausgerollt wird, bringt Bildbeiträge aus dem Community-Tab direkt in den Shorts-Feed. Nutzer können nun durch Karussells mit bis zu 10 Bildern im vertikalen Feed wischen. Es gibt noch keine Unterstützung für Aufkleber oder Musik, und YouTube sagt, dass diese Funktionen auf Zuschauer abzielen werden, die ein hohes Interesse an eurem Kanal haben. Für diejenigen, die den Community-Beitrag ständig vernachlässigen (ich schließe mich da ein), ist dies ein Weckruf, um wieder damit anzufangen.

Nun eine Aktualisierung zu einem Thema, das ich getestet habe: Multi-Aspekt-Streaming. Es wird offiziell für 20 % der Creator eingeführt, obwohl Creator Insider zuvor in diesem Monat etwas anderes angab. Und es heißt “Stream Across Formats”. Ich habe es seit einer Woche getestet und hier sind die harten Daten: Bei den ersten wenigen Streams bekam ich keinen Traffic aus dem Shorts-Feed, aber plötzlich gestern sprang er auf 35 % an. Klingt großartig, oder? Hohes Volumen, aber haltet inne. Die Qualität dieses Traffics war eher schockierend.

Während meine Standard-Horizontal-Zuschauer eine durchschnittliche Sehzeit von 24 Minuten hatten, blieben die Zuschauer aus dem Shorts-Feed nur 15 Sekunden. Es bringt zwar Zahlen, derzeit aber keine Retention. In Kombination mit der automatischen Beschneidung, die eure Overlays abschneidet, müsst ihr euch fragen, ob es sinnvoll ist, eure Analysen mit 50-Sekunden-Zuschauern zu verunreinigen. Positiv ist hingegen, dass es ein vereinheitlichtes Chat-Erlebnis bietet. Das bedeutet, dass ihr nicht zwei separate Chatrooms überwachen müsst - einen Chat für zwei Formate.

Aber bis wir eine doppelte Aufnahme erhalten, um die Rahmenbedingungen zu korrigieren und eine bessere Zielgruppenansprache für die Retention zu erreichen, behandle ich diese Funktion mit äußerster Vorsicht. Kommen wir nun zur Workflow-Effizienz. Einführung für 100 % der Creator im RFA-Standard-Tier: KI-verbesserte Vorschläge für Kommentarantworten. YouTube behauptet, dass es sich nicht um generische Antworten handelt; die KI analysiert euren Kanal und schlägt anpassbare Antworten in eurem eigenen Stil und Ton vor.

Ob ihr einer KI vertraut, die mit eurer Stimme zu euren loyalen Fans spricht, bleibt euch überlassen, aber sie ist da, falls ihr schnell den Posteingang leeren müsst. In Bezug auf Regeln und Zugriff werden die Kanalrichtlinien auf Creator mit Responsible Feature Access (RFA) ausgeweitet. Ein schneller Realitätscheck: RFA ist YouTubes interner Vertrauensscore, der unabhängig von den standardmäßigen erweiterten Funktionen ist, die ihr durch Verifizierung freischaltet.

Selbst wenn ihr eure Identität verifiziert habt, könnt ihr möglicherweise immer noch nicht auf Funktionen wie Kapitel oder diese neuen Richtlinien zugreifen, wenn eure Kanalhistorie nicht ihren spezifischen, geheimen RFA-Kriterien entspricht. Es ist frustrierend intransparent, aber so sperren sie diese leistungsstarken Tools ab. Zuletzt noch ein interessantes Experiment für Zuschauer namens “Your Custom Feed”. YouTube testet eine Funktion, bei der ihr auf einem Chip auf der Startseite klicken und einen Prompt eingeben könnt.

Statt dass der Algorithmus errät, was ihr wollt, basierend auf eurer Sehhistorie, könnt ihr ihm sagen, was ihr wollt, wie z. B. “Zeige mir Programmier-Tutorials für Python” oder “Zeige mir ’90er-RTS-Reviews”. Es ermöglicht euch, einen temporären Feed basierend auf eurer aktuellen Absicht zu kuratieren. Für Creator bedeutet dies, dass Metadaten König sind. Wenn Zuschauer spezifische Abfragen eingeben, müssen eure Titel, Beschreibungen und Texte punktgenau sein, um aufgenommen zu werden. Jetzt könnte ein guter Zeitpunkt sein, um eure Kern-Keywords zu überprüfen.

Ich weiß, dass diese Aktualisierung viele technische Aspekte enthält. Ich möchte die Streamer hören: Habt ihr bei vertikalen Streams ebenfalls eine so niedrige Retention oder geht es nur mir so? Lasst es mich in den Kommentaren unten wissen. Vielen Dank für euren Besuch, und ich werde euch nächste Woche mit weiteren YouTube-Creator-Updates versorgen.

Martin Koytek

Geschrieben von

Martin Koytek

Managing Director

Produzent der kw.media YouTube-Tutorials und Ansprechpartner für YouTube-Beratung, Kurse und Creator-Support.

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