YouTube Fan Communities: Alles, was du wissen musst! 📢

YouTube hat gestern die sogenannten Fan Communities eingeführt, zunächst für Smartphones. Die Desktop Version (Computer) wird folgen, allerdings erst nach der vollständigen Veröffentlichung auf Smartphones.

Fan Communities auf YouTube: Eine neue Ära der Zuschauer-Interaktion

YouTube hat eine bedeutende Neuerung für die Interaktion zwischen Creatorn und ihren Zuschauern eingeführt: die sogenannten Fan Communities. Diese Funktion zielt darauf ab, den Austausch auf der Plattform zu intensivieren und neue Wege der Kommunikation zu eröffnen.

Aktuell ist das Feature zunächst für Smartphones verfügbar. Wer die Fan Communities nutzen möchte, muss also vorerst auf die mobile App zurückgreifen. Die Desktop-Version für Computer wird ebenfalls implementiert, allerdings erst, nachdem die Funktion vollständig auf allen mobilen Endgeräten veröffentlicht wurde.

Was genau sind Fan Communities?

Man kann sich Fan Communities vereinfacht wie eine moderne Version der früheren Kanalkommentare vorstellen. Der entscheidende Unterschied und gleichzeitig das größte Upgrade ist jedoch die Art des Contents: Nutzer können in diesen Communities nicht mehr nur Textnachrichten hinterlassen, sondern auch Bilder veröffentlichen. Damit nähert sich die Funktionalität an das an, was viele Creator bereits vom Community-Tab kennen.

Ein wesentlicher Punkt ist hierbei die Art der Kommunikation. Während herkömmliche Posts oft eine einseitige Kommunikation darstellen, sind Fan Communities auf eine zweigleisige Interaktion ausgelegt. Das bedeutet, dass nicht nur der Creator Inhalte teilt, sondern Zuschauer aktiv Fragen stellen und Beiträge verfassen können, auf die der Creator wiederum reagiert.

Abgrenzung zum Community-Tab (jetzt „Beiträge“)

Mit der Einführung der Fan Communities gibt es auch eine Namensänderung bei einer bestehenden Funktion. Der klassische Community-Tab wird im Englischen nun als “Posts” und im Deutschen als “Beiträge” bezeichnet.

Es ist wichtig, hier zwischen den beiden Formaten zu unterscheiden:

  • Beiträge (ehemals Community-Tab): Diese bleiben primär ein Werkzeug für die einseitige Kommunikation. Sie eignen sich ideal für offizielle Ankündigungen oder gezielte Interaktionen, beispielsweise wenn du nur mit deinen Kanalmitgliedern kommunizieren möchtest.
  • Fan Communities: Hier steht der Dialog im Vordergrund. Es ist ein Raum für den gegenseitigen Austausch zwischen Creator und Community.

Der bestehende Community-Tab fällt also nicht weg, er wird lediglich in seiner Benennung und primären Funktion präzisiert, um Platz für die interaktiveren Fan Communities zu machen.

Wer darf teilnehmen? Voraussetzungen und Zugang

Nicht jeder Nutzer von YouTube kann automatisch Beiträge in einer Fan Community erstellen. YouTube hat hier eine klare Grenze gezogen: Der Bereich ist exklusiv für Abonnenten gedacht. Um Teil der Community zu sein und Zugriff auf den entsprechenden Tab zu haben, muss ein Zuschauer also zwingend dein Kanal abonniert haben.

Um die Qualität der Interaktionen zu steuern und beispielsweise Spam oder kurzfristige Trolle zu vermeiden, bietet YouTube den Creatorn spezifische Moderations-Tools an. Du hast die Möglichkeit, festzulegen, wie lange jemand bereits Abonnent sein muss, bevor er berechtigt ist, in der Fan Community aktiv zu werden.

In der Praxis bedeutet das: Du kannst eine Mindestdauer definieren – beispielsweise einen Tag. Erst wenn ein Nutzer diese Zeitspanne als Abonnent überschritten hat, wird ihm der Zugriff auf die Fan-Community-Funktionen freigeschaltet. Die genauen Maximalwerte für diese Zeitspanne werden sich im Laufe der Veröffentlichung noch zeigen, aber die Kontrolle über den Zugang liegt primär in deiner Hand. Weitere Details zu diesen Fan Communities helfen dir dabei, die passende Strategie für deinen Kanal zu finden.

Moderationswerkzeuge und Sicherheit

Da eine offene Community immer auch das Risiko von unangemessenen Inhalten birgt, integriert YouTube bewährte Moderationsmechanismen in die Fan Communities.

Nutzerverwaltung

Wie bereits bei den normalen Kommentaren oder im Live-Chat hast du die Möglichkeit, Nutzer zu verstecken oder sie komplett vom gesamten Kanal zu bannen. Ein solcher Bann ist weitreichend: Die betroffene Person kann dann weder normale Kommentare schreiben, noch Nachrichten im Live-Chat senden oder Beiträge in der Fan Community veröffentlichen. Solltest du dich später entscheiden, jemanden zu begnadigen, funktioniert das Aufheben des Banns genau so, wie du es von den bisherigen YouTube-Moderationsprozessen kennst.

Automatische Filter

Zusätzlich zur manuellen Moderation stehen dir automatische Filter zur Verfügung, um den Workflow zu vereinfachen:

  1. Kein Filter: Alle Beiträge werden direkt veröffentlicht.
  2. Basis-Filter: Potenziell unangemessene Beiträge werden automatisch zurückgehalten und müssen erst geprüft werden.
  3. Strenger Filter: Hier werden alle Beiträge zurückgehalten, sodass du jeden einzelnen manuell freigeben musst.

Falls du feststellst, dass die Funktion momentan nicht in dein Konzept passt oder zu viel Moderationsaufwand bedeutet, hast du zudem die Option, die gesamte Fan Community für deinen Kanal zu deaktivieren. Ausführliche Informationen zu den Moderations-Optionen findest du in der offiziellen Hilfe von Google unter https://support.google.com/youtube/answer/15739725.

Bonus: Optionale Angabe von Pronomen

Neben den Fan Communities hat YouTube eine weitere, kleinere Funktion eingeführt, die im Bereich der Inklusivität angesiedelt ist. Creator haben nun die Möglichkeit, ihre eigenen Pronomen in ihrem Profil anzugeben.

Diese Funktion ist zu 100 % optional. Wenn du diese Information nicht öffentlich anzeigen möchtest, kannst du sie einfach ignorieren. Falls du sie jedoch nutzen möchtest, um deinen Kanal inklusiver zu gestalten, kannst du dies ganz einfach über die Desktop-Version einrichten:

  • Gehe ins YouTube Studio.
  • Navigiere zum Menüpunkt „Anpassung“.
  • Wähle dort den Reiter „Profil“ aus.

Hier kannst du deine Pronomen hinterlegen, sodass sie für deine Zuschauer sichtbar sind.

Originaltranskript

Transkript

YouTube hat gestern die sogenannten Fan Communities eingeführt, zunächst für Smartphones. Die Desktop-Version (Computer) wird folgen, allerdings erst nach der vollständigen Veröffentlichung auf Smartphones. Martin, was sind denn Fan Communities? Gut, dass ihr fragt! Fan Communities könnt ihr euch in etwa so vorstellen wie damals die Kanalkommentare, nur dass jetzt die Leute, die Kommentare schreiben, nicht nur Text veröffentlichen können, sondern auch Bilder, wie ihr es von normalen Community-Tab-Posts gewohnt seid. Für Communities ist das jetzt also ähnlich wie der Community-Tab. Nein, Fan Communities sind eine zweigleisige Kommunikation, das heißt, Zuschauer können den Creator etwas fragen und umgekehrt. Der Community-Tab, den wir jetzt auch weiterhin haben, wird nun im Englischen “Posts” bzw. auf Deutsch “Beiträge” heißen, und dort ist dann natürlich eine einseitige Kommunikation für z.B. Ankündigungen oder wenn ihr nur mit euren Mitgliedern interagieren möchtet. Keine Sorge, der klassische Community-Tab fällt nicht weg, er heißt jetzt nur anders: wunderbar!

Wer kann denn jetzt alles Beiträge in Fan Communities erstellen? Dazu hatten wir bereits in einem Livestream ein paar Fragen, und YouTube hat das nun in ihren Dokumenten spezifiziert. Es ist jetzt davon die Rede, dass dieser Bereich nur für Abonnenten gedacht ist. Das heißt, jemand, der zu eurer Community zählt, muss euch auch abonniert haben. Und hier kommen die Moderations-Tools ins Spiel: Ihr habt jetzt im Grunde die Möglichkeit, auszuwählen, wie lange jemand Abonnent sein muss, um Teil der Community zu sein und entsprechend Zugriff auf den Community- bzw. Fan-Community-Tab zu haben. In unserem Beispiel, das ich gefunden habe, muss man mindestens einen Tag Abonnent sein. Natürlich könnt ihr selbst bestimmen, wie genau die Unterteilung ist und wie viele Tage man als Maximum angeben kann. Das wird sich sicherlich noch zeigen.

Außerdem gibt es natürlich, wie bei Kommentaren und im Live-Chat, auch die Möglichkeit, Nutzer zu verstecken oder im Grunde zu bannen, vom gesamten Kanal. Das heißt, es werden keine Kommentare, keine Live-Chat-Nachrichten und natürlich auch keine Beiträge im Fan-Community-Tab von dieser Person angezeigt. Umgekehrt, wenn ihr jemanden begnadigen oder den Bann aufheben möchtet, funktioniert das natürlich genauso wie bisher. YouTube bietet darüber hinaus auch automatische Filter an, die wir bereits von normalen Kommentaren kennen: Entweder es gibt keinen Filter, einen Basis-Filter, der potenziell unangemessene Beiträge zurückhält, oder den härtesten Filter, wo dann alle Beiträge zurückgehalten werden. Natürlich könnt ihr die gesamte Community auch deaktivieren, falls ihr das möchtet. Dazu habe ich euch unten in der Video-Beschreibung etwas verlinkt.

Habt ihr noch Fragen zu den Themen Communities bzw. Fan Communities? Dann hätte ich ja eigentlich gesagt, stellt mir gerne in unserer Fan Community, allerdings haben wir auch noch keinen Zugang, also müsst ihr euch noch etwas gedulden. Schreibt mir solange gerne einen Kommentar dazu. Aufmerksame Zuschauer haben es vielleicht bereits gemerkt: Vorhin in den Screenshots hat YouTube auch eine kleine weitere Funktion eingeführt. Keine Sorge, sie ist zu 100% optional, ihr müsst sie nicht nutzen. Der Creator hat jetzt die Möglichkeit, seine eigenen Pronomen anzugeben – eine nette Geschichte zur Inklusivität, wie gesagt, optional. Wenn ihr das nicht möchtet, lasst ihr es einfach sein, und gut ist. Ich glaube, ich muss dazu nichts weiter sagen, außer: Falls ihr das tatsächlich für euren Kanal einrichten möchtet, könnt ihr das im YouTube Studio am Desktop unter “Anpassung” und dann natürlich “Profil” machen.

In diesem Sinne vielen lieben Dank fürs Zuschauen! Falls ihr Fragen zu den Themen habt, gerne in die Kommentare damit, und ansonsten sehen wir uns nächsten Samstag wieder zu weiteren YouTube-Updates. Bis dahin macht’s gut und haut rein!

Quellen

Du bist verwirrt über die neuen Fan Communities auf YouTube? Kein Problem! Bei kw.media findest du umfassende Unterstützung und Beratung für deinen Kanal. Besuche Creator Support und Beratung und erhalte mehr Informationen oder kontaktiere unsere Experten.

Martin Koytek

Geschrieben von

Martin Koytek

Managing Director

Produzent der kw.media YouTube-Tutorials und Ansprechpartner für YouTube-Beratung, Kurse und Creator-Support.

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