Was ist YouTube Test & Compare bzw Thumbnail A/B Testing?

Erklärt YouTube Test & Compare, wie Thumbnail A/B-Tests funktionieren und was Creator bei der Auswertung beachten sollten.

Transkript

Endlich hat YouTube Thumbnail A/B-Testing, beziehungsweise „Thumbnail Test & Compare“, in den Rollout gestartet. Anfang Juni hatten etwa 50 Prozent der Creator Zugriff auf die Funktion, die restlichen sollten in den folgenden Wochen dazukommen. Mit Test & Compare könnt ihr bis zu drei Vorschaubilder für ein Video hochladen und YouTube prüfen lassen, welches davon bei eurer Zielgruppe am besten funktioniert.

YouTube verteilt die Thumbnails gleichmäßig an Zuschauerinnen und Zuschauer und wertet anschließend aus, welches Thumbnail den größten Anteil an Wiedergabezeit erzeugt. Es geht also nicht nur um die Klickrate. Ein Thumbnail, das viele Klicks bekommt, aber die falschen Erwartungen weckt, kann schlechter abschneiden als ein Thumbnail mit etwas weniger Klicks und deutlich besserer Zuschauerbindung.

Ihr findet die Funktion dort, wo ihr auch sonst Thumbnails auswählt: beim Upload oder später in den Videodetails in YouTube Studio. Sobald ein Test läuft, sammelt YouTube Daten. Je nach Kanalgröße und Impressionen kann das ein paar Tage dauern, bei kleineren Kanälen auch bis zu zwei Wochen. Manchmal gibt es keinen eindeutigen Gewinner.

Damit die Tests sinnvoll sind, sollten sich die Thumbnails deutlich unterscheiden. Testet verschiedene Layouts, Hintergründe, Texte oder Bildideen. Wenn die Varianten zu ähnlich sind oder das Video zu wenige Impressionen bekommt, kann YouTube statistisch keinen klaren Gewinner bestimmen.

Test & Compare steht für öffentliche Longform-Videos, Livestream-Archive und Podcast-Episoden zur Verfügung. Es funktioniert nicht für private Videos, Made-for-Kids-Inhalte oder bestimmte eingeschränkte Inhalte. Ihr braucht außerdem aktivierte erweiterte Funktionen im Kanal.

Mein Fazit: Die Funktion ist sehr nützlich, aber sie ersetzt nicht eure eigene Einschätzung. Nutzt sie, um echte Hypothesen zu testen, und schaut nicht nur auf Klicks, sondern darauf, welches Thumbnail Zuschauerinnen und Zuschauer wirklich ins passende Video bringt.