Update für YouTube Streamer: Geplante Streams jetzt in ALLEN Shorts verlinkt?

YouTube hat nun auch offiziell die 3 Minuten Shorts angekündigt. Die Zusammenfassung der Neuigkeit habe ich oben verlinkt.

Mehr Reichweite für Livestreams: Geplante Streams jetzt in Shorts verlinkt?

YouTube bringt kontinuierlich Anpassungen an seinem Kurzvideo-Format voran. Neben der offiziellen Ankündigung der 3-Minuten-Shorts gibt es spannende Neuigkeiten für alle, die regelmäßig live gehen. Besonders für Streamer könnte eine neue Testfunktion die Art und Weise verändern, wie Zuschauer von kurzen Clips direkt in einen Livestream gelockt werden.

In diesem Artikel schauen wir uns an, was die neuen “langen” Shorts für deine Monetarisierung bedeuten und wie du die neuesten Funktionen nutzen kannst, um deine Live-Zuschauerzahlen zu steigern.

Die neuen 3-Minuten-Shorts: Alles über die „Compacts“

Die Erweiterung der maximalen Länge von Shorts auf drei Minuten ist ein bedeutender Schritt. Doch mit der technischen Änderung kommen auch Fragen zur Benennung und vor allem zur Abrechnung und Performance-Messung.

Das Namensrätsel: Was sind eigentlich “Compacts”?

Ein offizieller Name für diese längeren Kurzvideos fehlt bisher, was in der Creator-Community zu verschiedenen Vorschlägen geführt hat. Während Begriffe wie „Lange Shorts“, „Maxi Shorts“ oder „Minis“ im Raum stehen (im Englischen gibt es zudem den Begriff „Pants“), hat sich intern der Begriff „Compacts“ etabliert. Auch wenn die Namensfindung noch ein Prozess ist, beschreibt dieser Begriff gut die Zwischenstellung zwischen einem klassischen Short und einem regulären Video.

Monetarisierung und YouTube-Partner-Voraussetzungen

Für viele Creator ist die wichtigste Frage: Wie wirken sich diese längeren Shorts auf die YouTube-Partner-Voraussetzungen aus? Zählen die Aufrufe als Shorts-Views oder wird die Wiedergabezeit für die klassischen 4.000 Stunden angerechnet?

Die Antwort ist eindeutig: Compacts zählen zu den Shorts-Aufrufen.

Hier gibt es jedoch eine wichtige technische Besonderheit, auf die du achten musst, um dich nicht über falsche Daten in deinem Dashboard zu wundern: Während der aktuellen Umstellungsphase kann es im YouTube Studio zu Diskrepanzen kommen. Es ist möglich, dass Compacts auf der Inhaltsseite noch als normale Videos angezeigt werden und die dazugehörige Wiedergabezeit auch auf der Monetarisierungsseite sichtbar ist.

Wichtig für dich: Das ist lediglich ein Anzeige-Fehler in der Benutzeroberfläche. Im Backend von YouTube wird das Tracking bereits korrekt als Short-Aufruf geführt. Sobald die Umstellung vollständig abgeschlossen ist, verschwindet die fälschlicherweise angezeigte Wiedergabezeit und die Aufrufe werden final den Shorts-Statistiken zugeordnet.

Vergütung der längeren Shorts

Was die Bezahlung betrifft, gibt es aktuell keine Änderungen. Obwohl ein anderes Vergütungsmodell für die Zukunft nicht völlig ausgeschlossen ist, ist dies derzeit nicht geplant. Das bedeutet: Compacts werden nach demselben Modell vergütet wie herkömmliche Shorts.

Strategischer Boost für Streamer: Geplante Streams in Shorts bewerben

Neben der Länge von Shorts gibt es eine neue Funktion im Teststadium, die besonders für YouTube-Streamer extrem wertvoll ist. Es geht darum, die Brücke zwischen asynchronem Content (Shorts) und synchronem Content (Live-Streaming) zu schlagen.

Die Benachrichtigungsaufforderung für geplante Streams

Viele von dir kennen den „Live-Ring“ – diesen roten Ring um das Profilbild eines Creators, der signalisiert: „Ich bin jetzt gerade live“. YouTube testet nun ein Pendant für die Zeit vor dem Stream.

Wenn du einen Stream planst, soll auf allen deinen Shorts eine Benachrichtigungsaufforderung erscheinen. Diese informiert den Zuschauer darüber, dass dein nächster Stream in einer bestimmten Anzahl von Stunden startet, und bietet direkt die Option: „Jetzt benachrichtigen“.

Diese Funktion greift immer dann, wenn:

  1. Ein anstehender Stream offiziell geplant wurde.
  2. Du zum Zeitpunkt des Shorts-Konsums gerade nicht live bist (da in diesem Fall der Live-Ring Priorität hat).

Warum die Planung des Streams entscheidend ist

Diese Funktion unterstreicht einen wichtigen strategischen Punkt: Die Nutzung der „Stream planen“-Funktion gegenüber dem einfachen „Stream Now“.

Viele Creator nutzen den direkten Start, weil er unkomplizierter erscheint. Doch wer seine Streams im Vorfeld plant, profitiert von systemseitigen Vorteilen wie eben diesen Benachrichtigungen in den Shorts. Wenn du deine Zuschauer bereits über deine Kurzvideos auf einen Termin vorbereitest, erhöhst du die Chance auf eine höhere gleichzeitigen Zuschauerzahl zum Start des Livestreams massiv.

Die Synergie zwischen Shorts und Live-Streaming

Die Integration von Live-Hinweisen in Shorts zeigt deutlich, dass Kurzvideos heutzutage das wichtigste Werkzeug für das Wachstum von Livestreams sind.

Der native Vorteil von YouTube

Viele Streamer, die auf Plattformen wie Twitch aktiv sind, müssen einen Umweg gehen: Sie schneiden Highlights aus ihren Streams und laden diese manuell auf TikTok oder Instagram hoch, um neue Zuschauer zu gewinnen.

Als YouTube-Streamer hast du hier einen enormen Vorteil: Du musst das Ökosystem nicht verlassen. Die Verknüpfung zwischen Short und Livestream ist eine native Funktion der Plattform. Es ist kein manuelles Verlinken in der Beschreibung nötig; die Plattform übernimmt die Anzeige des Live-Status oder der geplanten Streams automatisch, sofern die entsprechenden Funktionen aktiv sind.

Praktische Umsetzung: Vom Stream zum Short

Um diesen Kreislauf effektiv zu nutzen, solltest du deinen Workflow optimieren. Anstatt stundenlang Material zu sichten, ist es sinnvoll, bereits in der Streaming-Software (wie OBS) Vorbereitungen zu treffen.

Ein effizienter Weg ist die Einrichtung einer vertikalen Szene direkt in OBS. In Kombination mit einem sogenannten 5-Minuten-Buffer kannst du es so einrichten, dass du per Knopfdruck rückwirkend die letzten fünf Minuten deines Streams als vertikales Video speichern kannst. So sicherst du dir die besten Momente (Highlights), ohne den gesamten Stream aufzeichnen und später mühsam durchsuchen zu müssen. Diese Clips bilden dann die perfekte Grundlage für deine Shorts, die wiederum neue Zuschauer in deinen nächsten geplanten Livestream ziehen.

Fazit für deine Strategie

Die aktuellen Updates von YouTube zeigen eine klare Richtung: Die Grenzen zwischen verschiedenen Formaten verschwimmen immer mehr, um den User-Flow zu optimieren.

Wenn du als Creator wachsen willst, solltest du folgende Punkte in deinen Plan aufnehmen:

  • Nutze die neuen Compacts, um komplexere Themen in bis zu drei Minuten zu behandeln, aber behalte im Hinterkopf, dass diese für die Monetarisierung als Shorts-Views zählen.
  • Plane deine Livestreams konsequent vor, anstatt sie spontan zu starten, um von den neuen Benachrichtigungsfunktionen in deinen Shorts zu profitieren.
  • Etabliere einen Workflow für Kurzvideos, idealerweise direkt über OBS, damit deine Shorts als permanenter „Marketing-Kanal“ für deine Live-Übertragungen fungieren.

Bleib dran an den weiteren YouTube-Updates, um keine technischen Neuerungen zu verpassen, die deinen Kanal voranbringen können.

Originaltranskript

Transkript

YouTube hat nun auch offiziell die 3-Minuten-Shorts angekündigt. Die Zusammenfassung der Neuigkeit habe ich oben verlinkt. Wie versprochen, haben wir auch ein paar Nachfragen gestellt. Zunächst einmal zum Namen: “Lange Shorts” ist ein doofer Name, da sind wir uns einig. “Hosen” bzw. “Pants” ist im Englischen schon geprägt für Videos, das war mir auch neu. In den Kommentaren wurden dann “Maxi Shorts” und “Compacts” genannt. Bei anderen Creatorn hörte ich zudem “Minis” und “Shorts”. Irgendwie ist alles nicht so wirklich das Gelbe vom Ei. Ich würde es erstmal bei “Compacts” belassen, aber ihr könnt gerne weiterhin Namensvorschläge unten rein schreiben. Vielleicht finden wir ja etwas, worauf wir uns einigen können.

Eine absolut berechtigte Frage, die letzte Woche gestellt wurde: Zählen Compacts jetzt eigentlich zur Wiedergabezeit oder zu den Shorts-Aufrufen, wenn es um die YouTube-Partner-Voraussetzungen geht? Compacts zählen zu den Shorts-Aufrufen – das ist die einfache Antwort. Die kompliziertere Antwort ist jedoch: Es kann passieren, dass die YouTube Studio Monetarisierungsseite und die Inhaltsseite (wo ihr eure Videos und Shorts seht) in der Umstellungsphase dies nicht korrekt anzeigen. Das heißt, es kann passieren, dass euch Compacts als Videos angezeigt werden, und die tatsächliche Wiedergabezeit dieser Videos ist auch auf der Monetarisierungsseite sichtbar. Aber im Backend wird es korrekt getrackt. Sobald das Backend umgestellt ist, verschwindet diese Wiedergabezeit, und die Shorts-Aufrufe werden zu den Shorts-Aufrufen addiert. Nur damit ihr euch nicht wundert, warum da ein bisschen hin und her ist – es ist nur eine Umstellung, und da müssen wir jetzt alle durch.

Wir haben auch extra nochmal nachgefragt, wie Compacts vergütet werden. Es ist ein anderes Vergütungsmodell in der Zukunft nicht ausgeschlossen, aber zunächst nicht geplant. Das heißt, Shorts bzw. Compacts werden weiterhin gleich vergütet.

Gut, darüber haben wir natürlich schon mal ein Video gemacht, das habe ich oben auch verlinkt. Als Nächstes haben aufmerksame Zuschauer uns wieder etwas zukommen lassen: einen Screenshot, der die Bedeutung von Shorts für YouTube-Streamer nochmal deutlich macht. YouTube testet eine Benachrichtigungsaufforderung für geplante Streams als Pendant zum Live-Ring. Wir erinnern uns: Der Live-Ring ist der rote Ring um das Profilbild, wenn ein Creator gerade live ist. Wenn der Creator nicht live ist, aber einen Stream geplant hat, soll diese Benachrichtigungsaufforderung kommen – nach dem Motto: “Nächster Stream in XY Z Stunden. Jetzt benachrichtigen.” Das passiert auf allen Shorts des Creators, solange ein anstehendes Stream geplant ist und der Creator gerade nicht live ist (denn sonst würde er ja den Live-Ring bekommen).

Eine Anfrage zu dieser Funktion ist bereits bei YouTube eingereicht. Allerdings werden wir wahrscheinlich erst im Laufe der nächsten Woche, vielleicht auch erst später, mehr Informationen dazu bekommen. Jetzt den Kanal abonnieren, damit ihr so etwas nicht verpasst, und dann halten wir euch natürlich auf dem Laufenden. Egal was – habt das aber bei der Planung eurer nächsten Livestreams im Kopf. Ich kenne immer noch viele Leute, die einfach die “Stream Now”-Funktion verwenden, weil sie – gelinde gesagt – einfacher zu bedienen ist als “Stream planen”. Es ist aber durchaus sinnvoll, die geplante Stream-Funktion zu nutzen, anstatt “Stream starten”, unter anderem, weil ihr dann von solchen Funktionen profitiert.

Im Umkehrschluss heißt das natürlich auch: Macht bitte Shorts! Das heißt, eure Shorts sind die Grundlage dafür, um in Livestreams wachsen zu können. Es ist nun mal so – und das gilt auch für Creator, die auf anderen Plattformen streamen. Die haben Kurzinhalte und teilen diese unter anderem auf YouTube oder TikTok oder Instagram. Für YouTube-Streamer ist es ja genauso, nur dass sie hier nicht mal die Plattform wechseln müssen. Ihr müsst keine zweite App öffnen, um von einem Short zu einem Livestream zu kommen, sondern ihr könnt es einfach direkt verlinken. Es ist eine native Funktion – ihr müsst nichts verlinken, es wird direkt angezeigt, wenn ihr live seid oder wenn ihr plant, live zu gehen. Deswegen behaltet das bitte im Hinterkopf.

Wir werden auch in naher Zukunft ein kleines Tutorial machen, wie man seine Streaming-Software (in dem Fall OBS) dazu nutzen kann, A eine vertikale Szene einzurichten, B wie man dann einen 5-Minuten-Buffer einrichtet für die vertikale Szene und wir dann per Knopfdruck rückwirkend gutes Material speichern können, damit ihr 5 Minuten Material habt, aus dem ihr euch dann etwas zusammenschneiden könnt. Ich finde, das ist eine super wichtige Geschichte. Wir werden es euch natürlich zeigen.

Wie das geht? Gar kein Thema!

Ihr könnt euch schon mal in den Kommentaren darauf freuen. Und zum Schluss: Vielen lieben Dank fürs fleißige Teilen und Kommentieren! Letzte Woche war ein unglaubliches Fest, wir sind jetzt schon fast bei 1100 Abonnenten – das überrascht mich selbst, dass es auf einmal so schnell geht. Aber natürlich habt ihr weiterhin bis zum 12. Oktober Zeit, ein orangenes Herz und einen netten Kommentar zu hinterlassen. Die Kommentare, die mir am besten gefallen, schreibe ich an, dass sie auch eine tolle CAPI bekommen, und ja, noch einen YouTube-Beutel. Ihr wisst Bescheid, ne?

In dem Sinne: Vielen lieben Dank fürs Einschalten! Wir sehen uns dann nächste Woche zu weiteren YouTube-Updates. Bis dahin macht’s gut und haut rein!

Unsicher bei Update für YouTube Streamer: Geplante Streams jetzt in ALLEN Shorts? Wir helfen dir weiter: Mehr Infos findest du auf Creator Support und Beratung, oder kontaktiere unten unseren Experten.

Martin Koytek

Geschrieben von

Martin Koytek

Managing Director

Produzent der kw.media YouTube-Tutorials und Ansprechpartner für YouTube-Beratung, Kurse und Creator-Support.

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  • YouTube Product Expert