YouTube-Updates: QR-Codes für Creator und erfolgreicher Rollout von Premium Jump Ahead
Ein neues Experiment erleichtert das Teilen von Kanälen mit QR-Codes. Außerdem: Das Premium Jump Ahead-Feature wird nach positivem Test in den USA ausgerollt.
Neue Wege zur Kanalverbreitung und Optimierungen für Premium-Nutzer
YouTube experimentiert kontinuierlich mit neuen Funktionen, um sowohl die Interaktion zwischen Creatorn und Zuschauern zu verbessern als auch das Nutzererlebnis innerhalb der Plattform zu optimieren. In den aktuellen Updates stehen zwei Themen im Fokus: eine neue Methode zum Teilen von Kanälen via QR-Codes sowie der erfolgreiche Rollout des „Jump Ahead“-Features für Premium-Mitglieder in den USA.
Einfacher Kanal-Share durch integrierte QR-Codes
Ein zentrales Problem für viele Creator ist die Hürde, neue Zuschauer von der physischen Welt auf den digitalen Kanal zu bringen. Wer beispielsweise auf Messen, Networking-Events oder im privaten Umfeld seinen Kanal bewerben möchte, muss oft mühsam den Namen diktieren oder einen Link verschicken. Hier setzt ein aktuelles Experiment an, das derzeit für ausgewählte Creator und Nutzer getestet wird.
Was ist neu beim Teilen von Kanälen?
Beim Teilen eines YouTube-Kanals über die mobile App gibt es nun die Option, direkt einen QR-Code zu generieren. Dieser kann entweder direkt auf dem Smartphone-Display angezeigt oder heruntergeladen werden.
Die Technologie hinter QR-Codes ist zwar altbekannt, doch die direkte Integration in den Sharing-Prozess von YouTube vereinfacht den Workflow erheblich. Anstatt externe Tools nutzen zu müssen, können Creator ihren Kanal nun mit wenigen Klicks „scannbar“ machen.
Praktische Einsatzmöglichkeiten für dich als Creator
Ein integrierter QR-Code ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine physische Schnittstelle besteht. Hier sind einige konkrete Anwendungsszenarien:
- Visitenkarten: Integriere den Code in dein Design, damit potenzielle Geschäftspartner direkt zu deinem Kanal gelangen.
- Printmedien: Flyer, Broschüren oder Plakate profitieren von QR-Codes, da sie die Conversion-Rate im Vergleich zu einer manuellen URL-Eingabe massiv erhöhen.
- Live-Events: Halte dein Handy einfach in die Kamera oder zeige den Code auf einem Screen, um Zuschauer sofort an Bord zu holen.
Alternative für Nutzer ohne Zugriff auf das Experiment
Da es sich aktuell noch um ein Experiment handelt, haben nicht alle Creator Zugriff darauf. Du kannst diesen Effekt jedoch manuell nachbauen:
- Nutze kostenlose Online-Anbieter wie beispielsweise „QR Monkey“.
- Füge deine Kanal-URL und optional dein Logo hinzu, um den Code zu branden.
- Pro-Tipp: Du kannst eine „Jetzt abonnieren“-Aufforderung in die URL integrieren.
Wichtiger Hinweis zur „Abonnieren“-Funktion: Diese spezifische Aufforderung funktioniert derzeit nur in der Desktop-Version von YouTube. Wenn ein Nutzer den Code mit dem Smartphone scannt, wird die Aufforderung ignoriert und er landet einfach auf der Kanalseite. Dennoch ist es empfehlenswert, sie beizufügen, da sie für Desktop-Nutzer einen zusätzlichen Anreiz bietet.
Ein kritischer Punkt bleibt jedoch die digitale Nutzung: Wenn du deinen Kanal ohnehin nur über Messenger oder soziale Medien teilst, ist ein QR-Code redundant und bietet keinen Mehrwert gegenüber einem klassischen Link.
Premium Jump Ahead: Erfolgreicher Test und Rollout in den USA
Neben der Kanalverbreitung gibt es Neuigkeiten zum Feature Premium Jump Ahead, über das bereits im April berichtet wurde. Dieses Feature erlaubt es Premium-Nutzern, schneller zu relevanten Stellen in einem Video zu springen.
Die Ergebnisse des Experiments
Nach einer Testphase in den USA wird die Funktion nun offiziell ausgerollt. Die Rückmeldungen der Nutzer waren laut einer optionalen Umfrage extrem positiv: 92 % der Befragten zeigten sich zufrieden mit dem Feature.
Für dich als Creator ist besonders interessant, welche Auswirkungen dies auf die Metriken hat. Laut den vorliegenden Informationen gibt es keine statistisch signifikanten Veränderungen bei der Wiedergabezeit der Inhalte, die übersprungen wurden. Das bedeutet, dass das Feature zwar die Navigation erleichtert, aber nicht zwangsläufig zu einem massiven Einbruch der Watchtime führt.
Ein Wort zur Transparenz: Es ist anzumerken, dass YouTube den zugrunde liegenden Datensatz nicht öffentlich zur Verfügung gestellt hat. Die Informationen basieren auf internen Angaben von YouTube. Es lohnt sich daher, die eigenen Analytics im Auge zu behalten und darauf zu achten, ob ungewöhnliche Sprünge in der Zuschauerbindung auftreten.
Der „Creator-Hack“: Jump Ahead zur Video-Optimierung nutzen
Ein interessanter Nebeneffekt ergibt sich für Creator, die selbst keinen Premium-Account besitzen. Wenn du deine eigenen Videos ansiehst, kannst du dieses Feature dennoch nutzen.
Du kannst die „Jump ahead“-Funktion verwenden, um aus der Perspektive eines Nutzers zu erleben, welche Abschnitte eventuell weniger interessant sind und wo Zuschauer dazu neigen, vorzuspringen. Dies bietet eine ergänzende Perspektive zum klassischen Zuschauerbindungs-Graph im YouTube Studio:
- Zuschauerbindungs-Graph: Zeigt dir statistisch, wo Leute aussteigen oder spulen.
- Jump Ahead (manuell): Erlaubt es dir, die „Sprungpunkte“ aktiv zu testen und so ein Gefühl für das Pacing deines Videos zu bekommen.
Beide Methoden helfen dir dabei, Schwachstellen in deiner Inhaltsstrategie zu identifizieren und zukünftige Videos präziser zu schneiden.
Ausblick: YouTube Summit und Community-Updates
In der kommenden Zeit stehen weitere wichtige Termine an, die direkte Auswirkungen auf die Creator-Community haben könnten. Ein Besuch beim YouTube Summit bietet die Gelegenheit, sich direkt mit den Teams von YouTube Studio und Analytics auszutauschen. Solche Treffen sind essenziell, um Feedback zu geben und tiefere Einblicke in kommende Funktionen zu erhalten.
Zudem gibt es immer wieder Diskussionen über Test- und Compare-Rollouts. Auch wenn viele dieser Informationen unter Geheimhaltungsvereinbarungen (NDA) stehen, ist es für Creator wichtig, den aktuellen Stand der Plattform-Entwicklung zu verfolgen, um ihre Strategien anzupassen.
Abschließend ein Hinweis auf die Förderung neuer Talente: Die Entwicklung von Shorts-Serien, wie beispielsweise das „YouTube ABC“, zeigt, wie Storyboards und strukturierte Formate helfen können, komplexe Themen in kurzen Videos zu vermitteln. Konstruktives Feedback aus der Community ist hierbei der wichtigste Hebel, um die Qualität der Inhalte stetig zu steigern.
Originaltranskript
Transkript
Das Teilen von Kanälen soll einfacher werden. Deshalb läuft gerade ein Experiment bei den Creators und auch bei den Nutzern: Beim Teilen eines YouTube-Kanals auf dem Smartphone gibt es nun die Option, sich einen QR-Code anzeigen oder herunterladen zu lassen. Das macht natürlich nur Sinn, wenn man Personen trifft, denen man das Handy vorhalten kann, oder wenn man den Code auf Printmedien, Visitenkarten o.ä. druckt. Zum Beispiel wie hier: Das ist meine alte Visitenkarte, die ich seit 2014 habe, und darauf ist bereits ein QR-Code. Es handelt sich also um keine neue Technologie; wir haben sie einfach wieder ausgegraben, weil wir etwas Neues ausprobieren wollten.
Nur als kleiner Exkurs, falls ihr selbst so einen QR-Code erstellen möchtet: Wenn ihr keinen Zugriff auf das Experiment habt, geht einfach zu QR Monkey oder einem anderen kostenlosen Online-Anbieter. Fügt euer Logo und eure URL hinzu – vielleicht auch eine “Jetzt abonnieren”-Aufforderung – und schon habt ihr einen tollen QR-Code.
Noch ein kleiner Hinweis: Die “Jetzt abonnieren”-Aufforderung funktioniert derzeit nur in der YouTube-Desktopversion; auf mobilen Geräten wird sie ignoriert, verlinkt aber trotzdem zum Kanal. Schadet also nicht, wenn man sie mit einfügt. Schreibt mir doch eure Meinung dazu in die Kommentare! Ich kann nicht der Einzige sein, der hier verschenktes Potenzial sieht, bei einer Funktion, die man vielleicht einmal braucht und dann nie wieder. Vor allem, wenn man seinen Kanal digital teilt und einfach nur den Link verschickt – dann ist da auch noch dieser QR-Code dabei. Muss nicht sein, finde ich.
Übrigens: Das Experiment mit dem Premium-Jump-Read, über das wir im April gesprochen haben, ist erfolgreich abgeschlossen und wird gerade in den USA ausgerollt. 92% positive Rückmeldungen von den Nutzern in einer optionalen Umfrage – sie scheinen sehr zufrieden zu sein. Es gibt keine statistisch signifikanten Veränderungen bei der Wiedergabezeit der übersprungenen Inhalte. Das klingt alles erstmal gut. Leider fehlt die Transparenz: YouTube hat den Datensatz nicht öffentlich zur Verfügung gestellt. Quelle: Trust me, bro. Schaut selbst, ob ihr Auffälligkeiten bemerkt, ob bei euch mehr übersprungen wird oder so.
Eine gute Sache für Creators ohne Premium-Account: Wenn ihr in eure eigenen Videos geht, könnt ihr dieses Feature trotzdem sehen. Das bedeutet, ihr könnt die “Jump ahead”-Funktion nutzen, um zu sehen, wo die Nutzer vielleicht nicht so viel Interesse haben und wo sie hinspringen. So könnt ihr diese Bereiche im nächsten Video entsprechend verbessern. Finde ich eine nette Idee, aber man kann sich auch einfach den Zuschauerbindungs-Graph anschauen und sieht das Gleiche – nur eben als Graph und nicht mit der Möglichkeit zum Überspringen. Auch hier: Schreibt mir gerne eure Meinung in die Kommentare!
Nächste Woche bin ich auf dem YouTube Summit, wo sehr Interessantes passieren wird. Ich werde mich mit dem YouTube Studio- und Analytics-Team treffen. Falls ihr Fragen habt, schreibt sie gerne in die Kommentare, ich nehme sie natürlich mit. Das bedeutet aber auch, dass es am Samstag keine Folge geben wird, dafür dann in der Woche darauf unseren üblichen Q&A-Stream. Dort werde ich wieder ein paar Fragen und Antworten mitbringen.
Letzten Dienstag haben wir auch über Test- und Compare-Rollouts gesprochen. Es gibt einige, die sich nicht ganz an die NDA gehalten haben, aber das ist nicht weiter schlimm. Ihr wisst jetzt alle den aktuellen Stand. Falls ihr es noch nicht gesehen habt, schaut euch gerne das entsprechende Video an.
Außerdem arbeitet unsere Praktikantin gerade an ihren ersten Storyboards und hat eine kleine Shorts-Serie entwickelt: das YouTube ABC. Schaut doch mal rein und hinterlasst konstruktives Feedback, das wäre großartig. Sie würde gerne sehen, wie ihre Arbeit bei den Zuschauern ankommt, und ich bin sicher, sie würde sich sehr darüber freuen.
Vielen lieben Dank fürs Einschalten! Wir sehen uns spätestens im Q&A-Stream nächste Woche, also in etwa 10 Tagen. Bis dahin, macht’s gut und haut rein!
Bist du verwirrt über die neuen YouTube-Funktionen? Bei kw.media findest du Unterstützung und Beratung für deinen Kanal. Entdecke auf Creator Support und Beratung Tipps, wie du das Meiste aus deinem YouTube-Auftritt herausholst, oder kontaktiere unten unseren Experten.
