KI Video-Zusammenfassungen, Kanalbanner Links & Shorts Updates

KI scheint immer mehr ein Thema für YouTube zu werden. Für englischsprachige Nutzer auf englischsprachigen Videos gibt es nun einen neuen Test: Eine kleine Gruppe erhält KI Zusammenfassungen, die auf der Beschreibung...

Dieser Artikel wurde KI-generiert auf Basis unseres Videos.

KI-Zusammenfassungen und neue Kanal-Strukturen: Was sich auf YouTube ändert

YouTube integriert Künstliche Intelligenz immer tiefer in seine Plattform. Aktuell gibt es einen neuen Testlauf, der vor allem englischsprachige Nutzer und Videos betrifft: Eine kleine Gruppe von Zuschauern erhält nun KI-generierte Zusammenfassungen von Videos. Diese Zusammenfassungen basieren direkt auf der Videobeschreibung und dem Transkript des Videos.

Für dich als Creator ist dies ein wichtiges Signal. Es zeigt, dass YouTube versucht, die Auffindbarkeit und Konsumierbarkeit von Inhalten durch KI zu beschleunigen. Doch Vorsicht: Die KI-Zusammenfassung ist kein Ersatz für eine gut optimierte Videobeschreibung. Im Gegenteil: Da die KI die Beschreibung als eine ihrer Quellen nutzt, bleibt ein sauberes SEO (Search Engine Optimization) essenziell. Wer seine Beschreibungen vernachlässigt, riskiert, dass die KI unpräzise oder irrelevante Zusammenfassungen erstellt.

Personalisierung der Kanalseiten: Die „Für dich“-Sektion

Neben der KI gibt es signifikante Änderungen an der Benutzeroberfläche der Kanalseiten. Seit dem 2. August testet YouTube eine neue „Für dich“-Sektion auf den Kanälen. Das Ziel ist es, die Landingpage eines Kanals für den jeweiligen Zuschauer zu personalisieren.

Der Algorithmus von YouTube analysiert dabei, welche Videos für welchen Zuschauer am relevantesten sind, und spielt diese prominent aus. Während der aktuellen Testphase haben Creator keinen Einfluss darauf, ob diese Sektion auf ihrem Kanal erscheint oder nicht. Sobald die Funktion jedoch offiziell veröffentlicht wird, ist damit zu rechnen, dass Creator die Möglichkeit erhalten, diese Funktion zu steuern oder sich gegebenenfalls dagegen zu entscheiden.

Dynamische Tabs: Weniger Leerlauf auf der Kanalseite

Ein weiteres Update betrifft die Tabs auf deiner Kanalseite. Bisher waren viele Tabs standardmäßig vorhanden, auch wenn sie keine Inhalte enthielten. YouTube stellt dies nun auf ein dynamisches System um. Das bedeutet: Tabs werden nur dann angezeigt, wenn auch tatsächlich Inhalte für diesen Bereich existieren.

Wenn du beispielsweise keine Shorts produzierst, wird der Shorts-Tab auf deinem Kanal verschwinden. Das Gleße gilt für Live-Videos oder reguläre Videos. Erst in dem Moment, in dem du den ersten Inhalt eines bestimmten Typs hochlädst, erscheint der entsprechende Tab automatisch wieder. Dies sorgt für ein aufgeräumteres Erscheinungsbild und eine bessere Nutzerführung für deine Zuschauer.

Eine der wohl kontroversesten Änderungen betrifft die Kanal-Banner. Kurz nachdem viele Creator ihre Banner-Grafiken und Videos aktualisiert haben, passt YouTube die Darstellung an. Zwar bleiben die Dimensionen der Banner korrekt und können weiterverwendet werden, doch die Art und Weise, wie Links platziert werden, ändert sich grundlegend.

Die klassischen Links, die direkt im Kanal-Banner eingeblendet wurden, werden abgeschafft. Dies gilt sowohl für die Desktop-Version als auch für mobile Endgeräte. Stattdessen werden die Links in einen separaten Textblock verschoben, der sich unter deinem Kanalnamen befindet (zusammen mit den ersten drei Kennzahlen deiner Tabs).

Auf mobilen Geräten wird ein Symbol implementiert, hinter dem die Links und die dazugehörigen Texte zu finden sind. Auf dem Desktop werden diese Informationen ebenfalls in der Seitenleiste integriert.

Trotz der optischen Änderung gibt es eine funktionale Verbesserung: Die Anzahl der verfügbaren Link-Plätze wird massiv erhöht. Bisher waren maximal sechs Links möglich, wovon oft nur fünf direkt sichtbar waren und ein sechster Link am unteren Ende platziert werden konnte. Mit dem neuen System stehen dir bis zu 14 Link-Plätze zur Verfügung.

Zuschauer werden diese Änderungen ab dem 23. August sehen. Da die Rollouts bei YouTube oft schrittweise erfolgen, kann es sein, dass du die Änderungen auf deinem eigenen Kanal oder auf anderen Kanälen zu unterschiedlichen Zeitpunkten bemerkst.

Die Shorts-Kontroverse: Kampf gegen Spam oder Hindernis für Creator?

Besonders kritisch ist die aktuelle Entwicklung bei den Shorts zu betrachten. Es gibt starke Anzeichen und Gerüchte, dass YouTube plant, anklickbare Links in den Beschreibungen und Kommentaren von Shorts zu deaktivieren. Offiziell soll damit das Spam-Problem in den Shorts-Sektionen bekämpft werden.

Auswirkungen auf das Affiliate-Marketing

Diese Änderung betrifft vor allem Creator aus Bereichen wie Tech, Beauty oder Gaming, die oft spezifische Produktlinks (z. B. zu Mikrofonen, Kameras oder Hardware) in ihren Shorts teilen. Wenn diese Links nicht mehr anklickbar sind, bricht eine wichtige Grundlage für das Affiliate-Marketing weg.

Die vorgeschlagene Lösung von YouTube ist, dass Creator stattdessen auf die allgemeinen Kanallinks verweisen sollen. Das ist jedoch problematisch, da ein Short oft ein ganz spezifisches Produkt bewirbt, das nicht permanent in den allgemeinen Kanallinks stehen sollte. Eine bloße Verschiebung der Links auf die Kanalseite löst das Problem der Conversion-Rate nicht, da der Zuschauer einen zusätzlichen Klickweg in Kauf nehmen muss.

Zudem ist fraglich, ob dies das Spam-Problem wirklich löst. Spam wird dadurch nicht verhindert, sondern lediglich auf die Kanallinks verschoben. Es mag für YouTube einfacher sein, einen gesamten Kanal zu sperren, anstatt tausende einzelne Shorts zu prüfen, doch für den ehrlichen Creator ist dies ein erheblicher Nachteil.

Die „Konzession“: Interne Verlinkungen in Shorts

Um die Unzufriedenheit der Creator-Community abzufedern, führt YouTube Ende September eine neue Funktion ein: Die Möglichkeit, innerhalb von Shorts direkt auf andere Inhalte auf YouTube zu verlinken.

Bisher gab es bereits die Funktion für Video-Tutorials, doch nun wird dies vereinfacht. Du kannst einen Short hochladen und diesen direkt mit einem anderen Video – beispielsweise einem ausführlichen Long-Form-Video – verknüpfen. Dies ermöglicht es dir, Shorts als „Teaser“ zu nutzen und die Zuschauer nahtlos zu deinen längeren Inhalten zu führen, ohne dass diese den Weg über die Suche oder die Kanalseite gehen müssen.

Strategische Hintergründe: Der „Walled Garden“

Man kann diese Entwicklung kritisch hinterfragen. Während externe Links (zu Shops oder anderen Plattformen) erschwert werden, werden interne Verlinkungen gefördert. Es liegt nahe, dass YouTube hier versucht, die Verweildauer (Session Duration) der Nutzer auf der eigenen Plattform zu erhöhen.

Indem YouTube Third-Party-Apps und externe Seiten verdrängt und stattdessen die interne Zirkulation von Inhalten fördert, profitiert die Plattform direkt. Die Zuschauer bleiben im YouTube-Ökosystem, was die Werbeeinnahmen und die Nutzerbindung steigert.

Zeitplan und Umsetzung

Die Kommunikation seitens YouTube war in diesem Fall sehr kurzfristig. Die Informationen wurden erst kurz vor dem Stichtag kommuniziert, was den Creatoren nur etwa 20 Tage Vorlaufzeit lässt, um ihre Strategien und Links anzupassen.

Obwohl YouTube versichert, dass einige dieser Änderungen bereits seit Jahren in Planung waren, ist die späte Information der Product Experts und der Community problematisch. Du solltest daher jetzt prüfen, welche Links für dich essenziell sind und wie du deine Zuschauer ab Ende August und September am besten zu deinen Zielen führst.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Während die KI-Zusammenfassungen und die dynamischen Tabs eine technische Evolution darstellen, ist die Änderung der Link-Struktur in Shorts ein strategischer Schritt, der die Monetarisierung via Affiliate-Links erschweren könnte, aber die interne Vernetzung von Inhalten stärkt.

Originaltranskript

Transkript

KI scheint immer mehr ein Thema für YouTube zu werden. Für englischsprachige Nutzer auf englischsprachigen Videos gibt es nun einen neuen Test: Eine kleine Gruppe erhält KI-Zusammenfassungen, die auf der Beschreibung und dem Transkript basieren. Ich finde das eine sehr interessante Entwicklung, in welche Richtung wir hier gehen. Die KI-Zusammenfassung soll jedoch nicht die Videobeschreibung ersetzen – also, macht eure SEO vernünftig!

Es gibt auch Neuigkeiten zu den Kanal-Seiten. Wie bereits angedeutet, wird es bald eine “Für dich”-Sektion auf Kanälen geben. Seit dem 2. August wird diese Funktion für Zuschauer getestet. Während der Testphase haben Creator keinen Einfluss darauf, ob sie angezeigt wird oder nicht. Es ist eine sehr interessante Geschichte, was passiert, wenn der Test abgeschlossen ist und die Funktion veröffentlicht wird. Dann können Creator sich auch dagegen entscheiden. Ich denke, eine “Für dich”-Sektion könnte sehr sinnvoll sein, da YouTube mit seinem Algorithmus gut einschätzen kann, welches Video für welchen Zuschauer relevant ist.

Lassen Sie uns über die Tabs auf der Kanalseite sprechen. Es gibt mehrere Tabs, und wir haben bereits angedeutet, dass sich etwas ändern wird. YouTube wird nach und nach Tabs einführen, in denen keine Inhalte angezeigt werden. Wenn Sie beispielsweise keine Shorts erstellt haben, wird es auf Ihrem Kanal keinen Shorts-Tab geben. Das Gleiche gilt für Live-Videos und Videos, je nachdem, was Sie als Creator hochladen. Sobald Sie Inhalte für einen bestimmten Tab erstellen, wird dieser Tab erscheinen.

Nun zu den Aufregern der Woche: Es ist absolut unverschämt von YouTube, die Kanal-Banner anzupassen, kurz nachdem viele Creator ihre aktualisierten Banner-Videos fertiggestellt haben. Die Dimensionen sind jedoch korrekt, und Sie können die neuen Banner weiterhin verwenden. Die Links im Kanal-Banner gibt es nicht mehr, weder auf Desktop noch auf Mobilgeräten. Stattdessen finden Sie sie in einem Textblock unter Ihrem Kanalnamen, zusammen mit den ersten drei Zahlen in den Tabs. Auf Mobilgeräten sehen Sie ein Symbol, hinter dem Sie die Links mit den entsprechenden Texten finden. Auf Desktop werden sie ebenfalls in der Seitenleiste angezeigt.

Mit dem neuen System haben Sie bis zu 14 Link-Plätze, zuvor waren es 6 Links, von denen 5 angezeigt werden konnten, und ein sechster Link konnte unten verlinkt werden. Zuschauer werden diese Änderungen ab dem 23. August sehen. Wenn Sie also aktuell Ihren Kanal aufrufen, sehen Sie möglicherweise bereits die Änderungen, aber auf anderen Kanälen noch nicht. Die Links oben im Banner sind auch nur auf der Desktop-Version zu sehen.

Und nun zu den Links in Kommentaren und Beschreibungen von Shorts: Es gibt Gerüchte, dass YouTube plant, diese Funktion zu deaktivieren, um Spam in Shorts und Kommentaren zu reduzieren. Es geht jedoch nur um Kommentare, nicht um normale Beschreibungen.

YouTube-Updates: Shorts und Verlinkungen

Auch nicht im Live-Chat, sondern nur in Shorts gibt es hier eine gute Änderung: Creator sollen nun anstatt auf einen Link in der Beschreibung ihrer Shorts auf die Kanallinks verweisen. Dadurch stehen mehr Kanallinks zur Verfügung. Allerdings gibt es auch Creator, insbesondere aus dem Tech-Bereich, die verschiedene Mikrofone, Capture Cards, Kameras und mehr vorstellen und dafür eine Vielzahl von Produktlinks benötigen, die jeweils unterschiedlich sind, je nachdem, welchen Shop sie bewerben. Wenn diese Links nicht mehr anklickbar sind, fehlt einigen Creatoren die Grundlage für Affiliate-Marketing, was ich persönlich nicht optimal finde. Es wird sicherlich eine Lösung geben, aber warum sollte YouTube zu TikTok und Instagram werden, nur um diese Funktion umzusetzen?

Außerdem, meiner Meinung nach, ist es unsinnig, Links in den Beschreibungen und Kommentaren von Shorts zu deaktivieren und stattdessen auf die Kanallinks zu verweisen. Damit wird das Spam-Problem nicht gelöst, sondern nur verschoben. Es mag einfacher sein, einen Kanal direkt über die Kanallinks zu sperren, anstatt tausende Shorts zu überprüfen, aber ich bezweifle, dass dies das effektivste Vorgehen ist. Ich sehe das sehr skeptisch und würde gerne eure Meinungen in den Kommentaren lesen.

Da wir nun in dieser Situation sind, wirft YouTube den Creatoren einen Knochen zu, um sie ruhigzustellen: Ab Ende September wird es eine neue Funktion für Shorts geben, die es ermöglicht, auf anderen Content auf YouTube zu verlinken. Ich habe immer empfohlen, die Video-Tutorials-Funktion zu nutzen, und nun wird diese Möglichkeit erweitert. Man kann von einem Video auf ein anderes verlinken und so eine Verbindung herstellen. Dies wird nun vereinfacht, indem man einfach einen Short hochlädt und auf anderen Content verlinkt. So können Creator ihre Shorts mit ihren Long-Form-Videos verbinden, ohne die Video-Tutorials-Funktion nutzen zu müssen.

Böse Zungen könnten behaupten, dass YouTube hier versucht, Third-Party-Apps zu verdrängen und stattdessen die Verlinkung innerhalb der Plattform zu fördern. Anstatt zahlreiche Links zu externen Seiten zu verwenden, erlaubt YouTube nun Verlinkungen zu anderem Content auf YouTube. Dies könnte die Nutzungs- und Sitzungsdauer der Nutzer erhöhen, was natürlich im Interesse der Plattform liegt. Wenn Creator die Zuschauer auf YouTube halten, profitiert YouTube direkt. Es ist durchaus vorstellbar, dass dies ein Gedankengang hinter dieser Änderung ist.

Zusammenfassend bin ich kein Fan dieser Änderung. Das Spam-Problem wird nicht gelöst, sondern nur verschoben. Und ob die Erhöhung der Verweildauer der Nutzer durch interne Verlinkungen wirklich das Ziel sein sollte, bleibt fraglich. Es fühlt sich alles ein wenig überstürzt an.

Kurze Updates und Ankündigungen

Wir haben die Info am Mittwochabend bekommen und am Donnerstagabend wurde es angekündigt: Der Stichtag ist der 31., was bedeutet, dass es nur etwa 20 Tage Vorlauf gibt. Das ist sehr kurz, um alles umzusetzen. Uns wurde versichert, dass es schon seit Jahren in Planung ist, aber wenn das der Fall ist, warum konnten dann die Product Experts nicht früher informiert werden? Nehmen wir das Ganze also mit einer Prise Salz.

Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden. Es waren wieder viele Infos dabei, und ich bin gespannt auf eure Meinungen zu dem Thema. Ich freue mich auf eure Kommentare! Auch habe ich wieder viele Zuschriften zu neuen Funktionen und Co. erhalten. Einige Punkte habe ich heute bereits abgearbeitet, andere werde ich in Zukunft angehen, wenn genug Material zu dem Thema vorliegt.

Nächsten Samstag sehen wir uns dann wieder. Übrigens, in der Woche der gamescom wird es kein Video geben, das tut mir leid. Ich bin unterwegs und Leo hat zu tun, also wollen wir nichts überstürzen. Wir sehen uns dann in zwei Wochen. Vielen Dank, dass ihr dabei wart, bis zum nächsten Mal! Macht’s gut!

Quellen

Martin Koytek

Geschrieben von

Martin Koytek

Managing Director

Produzent der kw.media YouTube-Tutorials und Ansprechpartner für YouTube-Beratung, Kurse und Creator-Support.

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